Flugzeugabsturz in Russland – Alle Insassen tot

Von Christian Dieter Matuschek

Flugzeugabsturz in Russland – Alle Insassen tot  FotoIn Russland ist nahe der Stadt Perm jüngst eine Boeing des Typs 737 abgestürzt. Die Maschine verlor offenbar den Kontakt zur Flugleitstelle und explodierte in der Luft. Überlebende gibt es offenbar keine.

An Bord seien 82 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder gewesen. Die Boeing vom Typ 737 gehörte der russischen Fluggesellschaft Aeroflot. Unter den Opfern ist auch ein deutscher Staatsbürger, so eine Sprecherin der Gesellschaft. Dies konnte das Auswärtige Amt in Berlin allerdings noch nicht bestätigen.

Die Absturzursache ist völlig unbekannt. Offenbar hatte das Flugzeug zur Landung in einem unbewohnten Industriegebiet von Perm abgesetzt.

Der Chefermittler der russischen Generalstaatsanwaltschaft, Alexander Bastrykin, ordnete die Untersuchung der Flugzeugkatastrophe an. Er leitete ein Strafverfahren wegen Verletzung der Flugsicherheit ein.

Die Boeing mit der Flugnummer 821 war gegen 1.10 Uhr MESZ vom Moskauer Flughafen Scheremetjewo gestartet und zwei Stunden später vom Radar verschwunden. Danach sei das Flugzeug in etwa 1800 Metern Höhe explodiert und in Flammen aufgegangen. Die Wrackteile waren in einem Umkreis von vier Kilometern verstreut.

Von Moskau aus startete eine Sondermaschine mit 60 Bergungskräften, Ermittlern und Psychologen, um zu dem Unglücksort zu gelangen und die Angehörigen der Opfer zu betreuen. Niemand habe den Absturz überleben können, sagte Andrianowa. Am Ort des Unglücks waren am Sonntagmorgen rund 300 Helfer im Einsatz. Der russische Präsident Dmitri Medwedew sprach den Angehörigen sein Beileid aus und sicherte ihnen finanzielle Unterstützung zu.

Nach Angaben der russischen Statistikbehörde kamen 2007 bei 23 Flugzeugunglücken in Russland 41 Menschen ums Leben. Auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion war zuletzt am 24. August eine etwa 29 Jahre alte Maschine vom Typ Boeing 737 in der zentralasiatischen Republik Kirgistan abgestürzt. Dabei starben mindestens 65 Menschen

Artikel vom 14. September 2008

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