Flugzeugkatastrophe in Madrid fordert 153 Todesopfer

Von Bianca Wollert

Flugzeugkatastrophe in Madrid fordert 153 Todesopfer Foto153 Personen, die sich in der Unglücksmaschine der spanischen Fluggesellschaft Spanair befanden, die am Mittwoch in Madrid beim Start verunglückte, sind tot. 19 Menschen überlebten das Unglück schwer verletzt. Insgesamt befanden sich 171 Personen an Board.

Laut Lufthansa waren insgesamt sieben Passagiere mit Lufthansa-Tickets an Bord der Unglücksmaschine. Von den eingecheckten Gästen kommen vier aus Deutschland. Ob sie sich auch tatsächlich an Bord befunden haben, steht noch nicht fest.

Es ist aber durchaus möglich, dass sich Deutsche unter den Todesopfern befinden.

Ein Zeuge erklärte gegenüber der spanischen Zeitung „El Mundo“: „Das Flugzeugwrack ist voller verkohlter Leichen.“

Wie die Zeitung „El Pais“ berichtete, wurde ein erster Start wegen technischer Probleme abgebrochen. Gegen 14.45 Uhr wurde ein zweiter Versuch erlaubt. Die Maschine hatte bereits die Geschwindigkeit V3 erreicht, den sogenannten Punkt „No return“. In diesem Moment brach im linken Triebwerk Feuer aus. Die Maschine raste von der Startbahn, beim Aufprall auf den Boden zerbrach der Jet.

Laut Mutmaßungen, sei die Maschine vom Typ MD-82 bereits 20 Jahre alt gewesen. Fernsehbilder zeigten dichten Rauch, der aus der Maschine aufstieg. Unzählige Lösch- und Rettungsfahrzeuge belebten den Unglücksort.

Doch schon nach wenigen Stunden wurde der Flugverkehr auf dem Madrider Großflughafen wieder aufgenommen.

Spanair ist in der Star Alliance Partner der Lufthansa; das Unglücksflugzeug war mit den Flugnummern JK 5022 und LH 2554 unterwegs. Es habe sich um einen Kooperationsflug mit der Lufthansa gehandelt, teilte Spanair mit. Die Fluggesellschaft richtete unter der Nummer 0034 800 400 200 eine Hotline für Angehörige der Opfer ein. Weiter Informationen finden Betroffene auch unter www.spanair.com/web/en-gb/DSite/Last-official-notice.

Artikel vom 21. August 2008

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