Fördermenge von Öl und Gas in Deutschland weiter rückläufig

Von Stefan Marx

Fördermenge von Öl und Gas in Deutschland weiter rückläufigDeutschland besitzt nur geringe Vorkommen an Erdgas und Erdöl in der Nordsee. Die Förderung der essentiellen Energierstoffe ist trotz hoher Rohstoffe daher weiter rückläufig. In den ersten drei Monaten sank die Gasförderung aus Feldern überwiegend in Niedersachsen um neun Prozent auf 4,2 Milliarden Kubikmeter, wie der Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) mitteilte.

Auch die Förderung von Erdöl muss einen Rückgang verzeichnen. Die Produktion, mit Schwerpunkt in Schleswig-Holstien, reduzierte sich binnen der Jahresfrist um fast zehn Prozent auf 0,8 Millionen Tonnen.

Deutschland deckt immerhin fast ein Fünftel seines Erdgasbedarfs aus heimischer Förderung, bei Erdöl sind es etwa drei Prozent.

Die Erschließung neuer Quellen wird unterdessen immer schwieriger. Nach Angaben des WEG war von den sechs Suchbohrungen im vergangenen Jahr keine erfolgreich. Die Ergebnisse von mehreren Explorationsbohrungen stünden noch aus.

In den kommenden zehn Jahren wolle die Erdgas- und Erdölindustrie bis zu acht Millionen Euro in neue Fördertechnologien investieren. Ein dazu gegründeter Forschungsfonds soll in Kürze die Arbeit aufnehmen. Der WEG vertritt die deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten sowie Zulieferer und Dienstleister.

Deutschland hat bereits in den 1960er Jahren seinen “Peak Oil” erreicht. Peak Oil ist der Punkt, an dem die Hälfte des förderbaren Öls aus der Erde geholt wurde. Ist dieser Punkt überschritten, fällt die Förderrate ab.

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Artikel vom 30. April 2008

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