Franjo Pooth – Schon 15 Millionen Schulden

Von Irina Heidkamp

Franjo Pooth Schon 15 Millionen SchuldenDie Gläubiger der insolventen Maxfield GmbH sind offenbar ziemlich verzweifelt. Haben die Banken, die dem Unternehmen Kredite gewährten sich zum Teil noch durch eine persönliche Bürgschaft durch den Geschäftsführer Franjo Pooth, Ehemann von Werbeikone Verona Pooth, abgesichert, so schauen viele kleine Gläubiger in die Röhre.

Die Forderungen gegen Maxfield GmbH wachsen unterdessen stetig weiter, immer mehr Gläubiger melden Forderungen an. Doch Franjo Pooth kann sich nicht entspannt zurück lehnen. Die Forderungen gegen ihn persönlich gehen ebenfalls in den zweistelligen Millionenbereich.

Jüngst wurde bekannt, dass auch die Commerzbank Maxfield einen Kredit gewährte, für den Pooth persönlich haften muss. 1,8 Millionen Euro. Die Commerzbank will ebenfalls gegen Pooth klagen.

Auch die Landesbank Rheinland-Pfalz bestätigte auf Anfrage, dass sie „Maxfield“ Mitte des vergangenen Jahres einen Kredit von mehr als zwei Millionen Euro gegeben hat. Landesbank-Sprecher Jürgen Pitzer: „Es handelt sich dabei um einen Warenankauf-Kredit für Handys und MP3-Player.“

Die Gesamtschulden von Franjo Pooth werden auf 15 Millionen Euro geschätzt. Das Vermögen von Ehefrau Verona Pooth wird ebenfalls auf 15 Millionen Euro geschätzt.

Für Verona besteht aber keine Gefahr. Auch wenn sich viele Gläubiger von Maxfield angesichts, des aufwendigen Lebensstils der Familie Pooth betrogen sehen und Verona moralisch in die Pflicht nehmen wollen.

Franjo Pooth hatte mit seiner Elektronikfirma „Maxfield“ im Januar Konkurs angemeldet. Das Amtsgericht Düsseldorf eröffnete im März das Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.

Darüber hinaus ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Pooth wegen des Verdachts der Konkursverschleppung und Bestechung. Er soll Sparkassen-Vorständen Flachbildschirme geschenkt haben. Sparkassen-Chef Heinz-Martin Humme (55) und ein Vorstandsmitglied waren wegen der Bestechungsaffäre entlassen worden.

Artikel vom 5. Mai 2008

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