Frankreich will Red Bull nicht

Von Jette Petersen

Frankreich will Red Bull nichtDen Franzosen ist der aus Österreich stammende Energiedrink Red Bull nicht geheuer. Dennoch wird das Getränkt demnächst auf dem französischen Markt eingeführt. Der Widerstand war an der EU-Gesetzgebung gescheitert. Red Bull darf auch in Frankreich vertrieben werden. Allerdings wollen die Franzosen gegen das Getränk weiter vorgehen.

Die europäische Lebensmittelaufsicht EFSA untersuche das koffein- und taurinhaltige Getränk derzeit, sagte die französische Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot in Paris.

“Sobald mir beweiskräftige Elemente zur Kenntnis kommen, werden wir das Produkt natürlich verbieten.” Red Bull werde in 23 europäischen Ländern verkauft, deshalb sei Frankreich mit seinem Vorsichtsprinzip rechtlich nicht gegen die Hersteller angekommen.

Vielmehr hätte die französische Regierung nachweisen müssen, dass das Getränk schädlich sei, um es weiter verbieten zu können, sagte die Ministerin weiter. Weil es derzeit keinen Nachweis gebe, setze Frankreich einstweilen auf Aufklärung über die “explosive Mischung”.

An den Verkaufsstellen würden Faltblätter zu Red Bull ausgelegt, und auch auf den Dosen selbst seien Hinweise angebracht, wenn das Getränk ab Mitte Juli auf den französischen Markt komme, erklärte Bachelot. Das französische Wirtschaftsministerium hatte der Einführung im Mai nach jahrelangem Verbot zugestimmt.

Artikel vom 13. Juni 2008

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