Fußballeuropameisterschaft – Brot und Spiele fürs Volk

Ein Kommentar von Mark Sander

Fußballeuropameisterschaft Brot und Spiele fürs VolkNun ist er wieder im vollen Gange der Fußballzirkus und alle, fast alle sind dabei und das mit wachsender Begeisterung. Der Ball rollt das Bier schmeckt und ganz nebenbei steigen die Preise für Kraftstoff, Nahrungsmittel und wo es noch so überall geht.

Das Volk sieht nur den Ball und wenn Ballack dann ein Tor schießt dann rattern vor Freude die Preisanzeigen der Zapfsäulen auf 5 Euro pro Liter Kraftstoff zu.

Was soll es, keiner hat es gemerkt, denn der Ball rollt und rollt. Da fragt man sich merken die es eigentlich noch? Holt man sich einen Affen aus dem Zoo auf ein Spielfeld und sagt zu diesem du läufst jetzt 90 Minuten einem Ball hinterher und bekommst danach eine Staude Bananen, so zeigt einem dieser mit der einen Hand einen Vogel mit der anderen klaut er die Bananen, dreht sich rum und haut ab.

Man kann es einfach nur mit der Einfachheit dieser Sportart begründen, dass sie so geliebt wird.

Verzeihen Sie mir diesen Sarkasmus, aber wenn Sie dann 5 Euro für den Liter Benzin und 3 Euro für den Liter Milch bezahlen, dann sind sie wieder im realen Leben angekommen und der Fußballzirkus ist zu Ende.

Artikel vom 8. Juni 2008

2 Antworten zu “Fußballeuropameisterschaft – Brot und Spiele fürs Volk”

  1. Hans sagt:

    Mark trifft den Nagel auf den Kopf - da kann man jeden Satz unterschreiben!

    Allerdings ist diese Fußballbegeisterung mehr im Ausland verbreitet als in der Schweiz und Österreich selber, wo man dem Rummel doch eher skeptisch gegenübersteht.

    Man darf gespannt sein, wie das in zwei Jahren bei der WM in Südafrika wird (wenn sie denn wirklich dort stattfinden sollte), mit mutmaßlich mehreren Dutzend Fällen von Mord und Totschlag, mehreren hundert schwer verletzten und tausenden ausgeraubten Fußballtouristen - ob “panem et circenses” dann in dieser Form nicht ausgedient hat…

  2. Stefan Slaby sagt:

    Es ist bedauerlich, dass Interessierte einen so treffenden Kommentar zum Thema nicht in den etablierten Medien finden. Die haben sich der Ablenkungskampagne unisono angeschlossen. Nur mit dem Motto “Brot und Spiele” habe ich da so mein Problem. Mit Blick auf die weltweite Hungerkrise und die Preissteigerungen der letzten Wochen müsste es vielmehr heißen: “Wenig Brot und viele Spiele!”

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