Gatlin will trotz Dopingsperre zu Olympia

Von Marina Koch

Gatlin will trotz Dopingsperre zu OlympiaSeit zwei Jahre ist 100-Meter-Olympiasieger Justin Gatlin wegen Dopings gesperrt. Jetzt will er seine Teilnahme an den am Freitag in Eugene/Oregon beginnenden US-Leichtathletik-Meisterschaften gerichtlich durchsetzen. Sein Anwalt Joe Zarzazr stellt einen entsprechenden Antrag am 11. Bezirksgericht in Atlanta.

US-Richter Lacey Collier sendete ein ähnliches Gesuch an die Justiz in Atlanta. Bereits am vergangenen Freitag hatte dieser Gatlin eine einstweilige Verfügung mit einer Gültigkeit von zehn Tagen ausgestellt, damit er in Eugene hätte starten können. Doch die Sondergenehmigung wurde von Collier am Dienstag zurück gezogen.

Gleich neun Anwälte des Nationalen Olympischen Komitees, des US-Leichtathletik- Verbandes und der amerikanischen Anti-Doping-Agentur hatten ihn darauf hingewiesen, dass der Fall außerhalb seiner Gerichtsbarkeit liegt.

Gatlin ist wegen Dopings bis zum 25. Juli 2010 gesperrt. Wenn der 26-Jährige in Eugene antreten darf, müsste er unter die ersten Drei kommen, um sich für Peking zu qualifizieren. “Er hat vor, nur zu starten, wenn er vom Gericht die Erlaubnis dazu bekommt”, betonte sein Manager Renaldo Nehemiah. Die 100-Meter-Vorläufe beginnen am Samstag, das Finale findet am Sonntag statt.

Artikel vom 26. Juni 2008

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