GDL ruft erneut zum Streik auf – Ab Donnerstag 2.00 Uhr 30 Stunden Streik

Von Irina Heidkamp

Die Streik-Attacken der GDL sind nicht nur eine Unverschämtheit, sondern gleichen der Erpressung einer ganzen NationAb Donnerstag müssen sich Bahnkunden, das aufständische Verhalten der Lokführer wieder gefallen lassen. Es wird gestreikt, und dieses Mal gleich 30 Stunden am Stück. Dies teilte die Gewerkschaft der Lokführer am Montag mit.

Beginnen soll der neuerliche Streik am Donnerstag Morgen um 2.00Uhr und erst am Freitag um 8.00 Uhr enden.

Grund für den erneuten Aufruf der GDL zur Arbeitsniederlegung sei, dass die Deutsche bahn immer noch kein verbessertes Angebot für Tarifverhandlungen vorgelegt habe, so die GDL.

Erneut dürfte es damit landesweit zu massiven Störungen im Regional-und Nahverkehr kommen. Es ist mit Verspätungen und Zugausfällen an den betroffenen Tagen und auch in den Stunden nach dem Streik zu rechnen. Die Normalisierung des Bahnverkehrs dauert durchschnittlich nach Streikende sechs bis acht Stunden.

Die GDL betonte, dass man durch die frühzeitige Ankündigung in Kauf nehme, dass sich die Bahn auf die Ausfälle einrichtet und dem totalen Chaos vorbeugen werde. Dies geschehe ausschließlich im Interesse der Kunden der Bahn, sagte GDL-Vizechef Claus Weselsky.

Im Fern- und Güterverkehr wird die GDL bis auf weiteres nicht streiken können, wie sie sich es eigentlich erhofft hatte. Erst am 2. November wird das sächsische Landesarbeitsgericht in Chemnitz über den Berufungsantrag der GDL zu einem Urteil des Arbeitsgerichtes entscheiden, wonach der Streik nur auf den Regional- und Nahverkehr beschränkt wurde. Man hatte ursprünglich mit einem Urteil in dieser Woche gerechnet.

Unterdessen hat die Deutsche Bahn zwei Lokführern fristlos gekündigt und Abmahnungen ausgesprochen. Deren Zahl liege “im niedrigen zweistelligen Bereich”, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Montag. Ein Medienbericht, wonach die Bahn bundesweit gegen mindestens zehn Lokführer die fristlose Kündigung eingeleitet und bereits weit mehr als 200 Lokführer abgemahnt habe, sei “definitiv falsch”, ergänzte er.

Die Hintergründe der arbeitsrechtlichen Schritte hängen mit den „Notdiensten“ und der zugehörigen Verordnung zusammen. Es sei üblich, zwischen der streikenden Gewerkschaft und der Bahn eine Notdienstvereinbarung zu schließen, um vor allem für Personen, die auf die Bahn angewiesen sind, den Reisedienst zu Gewährleisten. Hierzu gehören z.B. Kinder. Eine derartige Vereinbarung habe es aber bis zum letzten Streiktag nicht gegeben, erklärte der Sprecher.

Daher sei die Bahn berechtigt, den Notdienst einseitig zu verfügen und hat dies auch getan. Verschiedene Lokführer hatten sich dem widersetzt. Die GDL versuchte in der vergangenen Woche vergeblich gegen die Notdienst- Anordnung vorzugehen, wurde aber von der Justiz abgeschmettert. Daher müssen die Betroffenen nun mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Die GDL wollte verhindern, dass die Bahn über den Notdienst, die Streiks abschwächen könnte.

DCRS ONLINE meint: Die GDL verhält sich wenig intelligent, dafür aber enorm schädigend für die gesamte Volkswirtschaft.

Artikel vom 22. Oktober 2007

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