GDL-Streik hat Folgen – Bahn-Fahren wird teurer

Von Irina Heidkamp

Es ist eine Schweinerei, anders kann man es nicht ausdrücken !Nun ist die Quittung da. Früher als erwartet wirkt sich der Arbeitskampf der GDL auch auf die Geldbeutel der Fahrgäste der Bahn aus. Zum Sonntag gibt es einen neuen Fahrplan und eine saftige Erhöhung der Ticketpreise. Als Gründe für die Teuerung gibt die Bahn nicht nur gestiegene Energiekosten, sondern vor allem die hohen Personalkosten an. Das ist nun schon die zweite Fahrpreiserhöhung in diesem Jahr bei der Bahn !

Die Kosten für Einzelfahrscheine und Zeitkarten in der 2. Klasse sollen um durchschnittlich 2,9 Prozent erhöht werden, wie der Konzern bereits im September angekündigt hatte. Auch Bahncards werden teurer. Bereits zum Jahreswechsel waren die Preise um durchschnittlich 2,9 Prozent angehoben worden.

Mit dem neuen Fahrplan sind erstmals die dänischen Städte Kopenhagen und Aarhus von Berlin und Hamburg mit dem ICE zu erreichen. Die Fahrzeit von Hamburg nach Kopenhagen beträgt etwa viereinhalb Stunden. Von Berlin nach Arhus verkürzt sich die Reisezeit um fast 45 Minuten auf rund 6 Stunden 45 Minuten. Erstmals werden auch Lübeck, Oldenburg (Holstein), Puttgarden sowie Neumünster, Rendsburg und Schleswig mit dem ICE erreichbar sein.

Ebenfalls zum Fahrplanwechsel werde Österreich in den ICE-Taktverkehr integriert. Die neue Linie von Dortmund beziehungsweise Frankfurt am Main nach Wien fährt alle zwei Stunden über Würzburg, Nürnberg, Regensburg, Passau und Linz in die österreichische Hauptstadt. Zwischen Frankfurt am Main und Paris werde das Angebot von einer auf fünf direkte ICE-Verbindungen pro Tag ausgebaut mit Fahrzeiten von unter vier Stunden. Ebenfalls neu sei eine TGV-Verbindung München-Paris.

Ab Sonntag bietet die Deutsche Bahn außerdem ein Sonderangebot für den grenzüberschreitenden Verkehr. Ab 39 Euro in der 2. Klasse und ab 69 Euro in der 1. Klasse würden einfache Fahrten nach Dänemark, Österreich, Italien und Paris ab jedem deutschen Bahnhof angeboten. Das Angebot mit einer Vorkaufsfrist von drei Tagen sei begrenzt.

DCRS ONLINE meint: Die Bahn muss offenbar vorbauen, damit man sich die Lohnerhöhungen der Lokführer leisten kann !

Artikel vom 7. Dezember 2007

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