Gefängnis in Louisiana wird von Bär bewacht

Von Louis Richter

Knast in Louisiana wird von Bär bewachtEin als Bauernhof betriebenes Gefängnis im US-Bundesstaat Louisiana hat nun eine besondere Sicherheitsvorkehrung, eine spezielle Sicherheitseinrichtung, um die Häftliche an einer Flucht zu hindern. Auf dem weitläufigen Gelände der Liegenschaft patroulliert ein Braunbär. Rund 200 Kilo schwer soll das Tier sein.

Neben Dutzenden Alligatoren und Klapperschlangen ist dieser aber nur einer unter vielen tierischen Wächtern.

Am Freitag wurde der tierische Wächter zum ersten Mal auf dem Gelände der Strafanstalt gesichtet, sehr zur Freude der Aufseher:

“Ich liebe diesen Bären genau dort, wo er ist”, sagte etwa der Beamte Carl Cain. “Keiner unserer Insassen wird versuchen, nachts herauszuschleichen, wenn er auf einen großen Bären stoßen könnte.” Diese zusätzliche Wache koste den Steuerzahler außerdem keinen Cent.

Der größte Teil des 73 Quadratkilometer großen Areals wird als Bauernhof betrieben, rund 14 Quadratkilometer bestehen jedoch aus unberührten Wäldern. Mitarbeiter des Gefängnisses maßen die Fußabdrücke des Bären und schätzten, dass er rund 200 Kilogramm wiegen könnte.

Maria Davidson von der Umweltbehörde bezweifelt allerdings, dass der Bär einen Ausbruchsversuch vereiteln würde. “Wir hatten in Louisiana nach unserem Wissen noch nie einen Bärenangriff auf Menschen oder Haustiere”, erklärte sie.

Neben dem neu “engagierten” Wächter lauern auf dem Gelände der Haftanstalt weitere gefährliche Wildtiere wie Alligatoren, Klapperschlangen und Wildschweine, wie die Gefängnisleitung erklärte. Zuletzt versuchte vor drei Jahren ein Häftling auszubrechen. Er wurde gefasst, bevor er das Gelände verlassen konnte.

Artikel vom 7. Mai 2008

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