Geh’ heim in die Türkei, Erdogan !

Ein Kommentar von Olivia Lüdke

ErdoganDer türkische Ministerpräsident, Recept Tayyip Erdogan muss im Erdkundeunterricht in seiner Jugend geschlafen haben. Offenbar hat er sich bei der Suche nach dem Land, das er derzeit regieren darf, auf der Landkarte geirrt.

Nach der Brandkatastrophe von Ludwigshafen haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan verstärkte Integrationsbemühungen angemahnt.

Tatsächlich aber fordert der türkische Ministerpräsident die deutschen Gemüter derzeit aggressiv heraus. Mit seiner Forderung, in Deutschland türkische Gymnasien und Universitäten ist er eindeutig zu weit gegangen.

Ein Ministerpräsident, der die Unterdrückung der Frau im eigenen Land durch das Aufweichen des Kopftuchverbotes wieder gesellschaftsfähig macht, hat in Deutschland nicht den Mund auf zu machen und dreiste Forderungen zu stellen.

Auch wenn Deutschland in den vergangenen Jahren Rückschläge hinnehmen musste, gehören wir immer noch zu den führenden Industriestaaten, mit überdurchschnittlich hoher Bildung und Wohlstand.

Anstatt unverschämte Forderungen zu stellen sollte der türkische Ministerpräsident vielmehr an seine Landsleute appellieren, die sich freiwillige dazu entschlossen haben, in Deutschland leben zu wollen, die deutsche Sprache zu lernen und diese ihren Kindern als Muttersprache mitzugeben.

Alles andere hat den Anschein einer schleichenden Besetzung ! Tatsächlich ist diese bereits seit Jahren in Vorbereitung. Denn heute mag der Vorschlag des türkischen Ministerpräsidenten noch auf Empörung stoßen, in zwanzig Jahren wird die pro-westliche Regierung in Deutschland von einer türkischen Mehrheit mit deutschem Pass abgewählt und der Vorschlag tatsächlich Realität werden.

Die Reaktionen der Politik in Deutschland auf den Vorschlag des türkischen Ministerpräsidenten sind derzeit allerdings eindeutig: Koalition und FDP haben die Einrichtung türkischer Schulen in Deutschland einhellig abgelehnt. CDU, CSU, SPD wiesen ebenso wie die Liberalen solche Überlegungen als gegen die Integration von Ausländern gerichtet zurück.

Allerdings gibt es bereits Beispiele, in denen Kommunen eigenmächtig, türkische Lehrer engagiert haben, um Migranten Kindern tatsächlich erst einmal Türkisch anstatt Deutsch beizubringen. Heimlich, still und leise. Der Bürger soll davon erst einmal nichts mitbekommen. Bestes Beispiel ist hier der scheinbar idyllische Kurort Bad Tölz in Oberbayern.

CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer erklärte: “Türkische Gymnasien und Universitäten in Deutschland wären die reinste Integrationsbremse. Auch Erdogan sollte klar sein, dass die wichtigste Voraussetzung für Integration und Bildungschancen die Beherrschung der Landessprache ist.”

Ein Türke, der auf eine türkische Schule gehen will, sich in türkischer Kultur und Lebensphilosophie bewegen will, kann diese in der Türkei tun, nicht in Deutschland.

Noch ist Deutsch in Deutschland Muttersprache und nichts anderes.

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Wolfgang Bosbach, sagte der Berliner Zeitung “B.Z.” (Samstagausgabe): “Wir brauchen mehr Integration, aber keine Schulen und Hochschulen in türkischer Sprache. Die deutsche Sprache ist und bleibt der Schlüssel zur Integration.”

SPD-Fraktionsvize Fritz Rudolf Körper wurde mit den Worten zitiert: “Wir brauchen den Lehrstuhl für Islamwissenschaften im Rahmen der deutschen Hochschulordnung. Aber wir brauchen keine Schulen und Hochschulen des türkischen Staates in Deutschland.”

Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Cornelia Pieper sagte der Zeitung: “Schulen nach türkischen Maßstäben darf es in Deutschland nicht geben.” Deutschland führe gerade internationale Abschlüsse ein.

Erdogan hatte seinen Vorschlag nach einer Unterredung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gemacht. Er argumentierte, solche Schulen dienten der Integration, die ohne Kenntnisse der deutschen Sprache nicht möglich sei.

Gute Kenntnisse der Muttersprache seien aber zum Erwerb des Deutschen als zweiter Sprache unerlässlich. Er warnte vor der Gettoisierung von Menschen, die beiden Sprachen nicht beherrschten und auch keine Chance bekämen, dies zu ändern.

Wer eine Sprache tatsächlich lernen will, kann dies auch tun. Möglichkeiten gibt es zu genüge !

Wenn Erdogan in Deutschland, türkische Schulen haben will, so muss er als erstes einmal deutsche Universitäten in der Türkei etablieren und dort sicherstellen, dass christliche Geistliche nicht mehr an Laternen aufgehängt werden ! Als nächstes gründet die muslimisch-konservative AKP wahrscheinlich auch noch einen verfassungsfeindlichen Parteiableger in Deutschland!

Artikel vom 8. Februar 2008

2 Antworten zu “Geh’ heim in die Türkei, Erdogan !”

  1. Vedat Uslu sagt:

    Ich bin einer der sogenannte Deutsch-Türken. Ich finde das die türkische und die Deutsche Politik große Fehler bei der Integration der Deutsch-Türken begangen haben.
    Ich bin in Deutschland geboren und fühle mich als ein Teil des Landes, aber ich werde täglich eines anderen gelehrt. Die Integration, die erst seit ein paar Jahren in den Medien hoch gepuscht wird, ist in die Hose gegangen.
    Man sollte nach z.B. Amerika schauen wie dort das Problem behandelt wird.
    Es schadet nicht sich dort die Positiven Integrations Vorgänge zu kopieren.

    Was Herr Erdogan sagt, das Interessiert mich NICHT, den ich lebe in Deutschland, bis heute wurden wir von der türkischen Regierung nicht unterstützt. Da werde wir als türkische deutsche angesehen die Devisen ins Land bringen.

    Ich habe mich selbst entscheiden und mein Vaterland als Deutschland zu wählen.
    Die Deutsche Regierung hat angst davor das Deutsch Türken in der Zukunft das “Land zu Übernehmen” , aber ich sehe ein Deutschland das mit Ausländern Leben muss, das funktioniert nur damit, das man in erster Linie den Ausländer die Sprache beibringt, ohne die Sprache ist und bleibt man Ausländer.
    Mein Vater kam 1964 als Gastarbeiter, sein deutsch reicht gerade mal zum einkaufen im Supermarkt. Er sollte damals Arbeiten, das Land aufbauen und zurück in die Heimat geschickt werden. Was keiner damals voraus sehen konnte ist, das die Gastarbeiter hier blieben.
    Man sollte nicht einfach sagen “Wer eine Sprache tatsächlich lernen will, kann dies auch tun. Möglichkeiten gibt es zu genüge !”.
    Ich finde es eher für Richtig zu sagen, wer hier im Land bleiben will muss deutsch können.

  2. Schreiberling sagt:

    Tja wer so feste wettert wie sie in ihrem Bereicht, sollte sich erstmal an das eingene Naser packen, gelle:
    Zitat:
    Anstatt unverschämte Forderungen zu stellen sollte der türkische Ministerpräsident vielmehr an seine Landsleute appellieren, die sich freiwillige dazu entschlossen haben, in Deutschland leben zu wollen, die deutsche Sprache zu lernen und diese ihren Kindern als Muttersprache mitzugeben.
    Na, eins zwei, drei, wo haben Sie denn die deutsche Sprache gelernt? Baumschule, freiwillige??? Ich lach mir den Arsch ab wenn ich solch Prologewäsch lese, wie Sie es hier verbreiten!

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