Geisteskranker in Notwehr von Polizei erschossen

Von Jette Petersen

Geisteskranker in Notwehr von Polizei erschossenIn Hamburg ist ein offenbar psychisch kranker Mann in Notwehr von einer Polizistin erschossen worden. Der 38jährige hatte sich der Beamtin massiv widersetzt und diese angegriffen, nachdem er in einen Kindergarten eingedrungen war.

Im Folgenden attackierte er eine Verkäuferin in einem benachbarten Supermarkt und flüchtet. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein. Der 38jährige wurde schließlich in seiner Wohngruppe angetroffen.

Dort griff er bereits im Flur die Polizeibeamten massiv an. Dabei gelang es ihm, einer Polizistin die Pistole abzunehmen. Als die Situation weiter eskalierte, habe eine andere Beamtin von ihrer Schusswaffe Gebrauch machen müssen, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann wurde getroffen und zog sich mit der Pistole in die Wohnung zurück.

Als das zur Unterstützung angeforderte Mobile Einsatzkommando (MEK) das Gebäude weniger später stürmte, war er bereits tot. Nach Angaben des Polizeisprechers war der 38-Jährige seit 1993 psychisch krank und bereits in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik behandelt worden. Nach Angaben von Zeugen soll er seit Tagen keine Medikamente mehr eingenommen haben und daher “extrem aggressiv” gewesen sein.

Artikel vom 1. Juni 2008

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