General Motors treibt Sprit – Forschung voran

Von Louis Richter

General Motors treibt Sprit Forschung voranSprit aus Mineralöl wird immer teurer, Biosprit verursacht Engpässe bei der Lebensmittelproduktion. Um die Versorgung mit Treibstoff dauerhaft sicherstellen zu können, treibt General Motors jetzt die Forschung bei Antriebsbrennstoffen voran. Man wolle einen Biospritz der „zweiten Generation“ entwickeln, Sprit aus Pflanzenresten.

“Biosprit ist eine absolute Alternative und fälschlicherweise in Verruf geraten”, sagte GM-Europachef Carl Peter Forster im “Südwestrundfunk”. Die Herstellverfahren müssten zügig entwickelt werden.

Unter Biosprit der zweiten Generation versteht General Motors offenbar alternative Kraftstoffe, die zum Beispiel aus Pflanzenabfällen hergestellt werden. Bei Serienreife werde dieser Kraftstoff “nirgendwo mehr auch nur andeutungsweise mit Lebensmitteln konkurrieren”, erklärte Forster.

In fünf Jahren könne man die Technologie serienreif betreiben und signifikante Mengen hinstellen.

Der Preis, um ein Fahrzeug um zu rüsten würde dann “unter 100 Euro” pro Auto biospritfähig leigen, betonte der Manager des weltgrößten Automobilherstellers. Forster fordert gleichzeitig von der Politik die entsprechenden Signale, um langfristig an dieser Technologie arbeiten zu können: Man brauche “keine Hü-Hott-Politik, sondern eine langfristig angelegte sinnvolle Energiepolitik”.

Forster begrüßte Überlegungen der Bundesregierung, die Kfz-Steuer nach CO2-Ausstoß zu berechnen. “Im Prinzip” sei er für die CO2-Steuer - sie müsse aber fair sein. Fair sei es, “bestimmte Größenklassen von Fahrzeugen nicht überproportional zu belasten” oder besonders teure Techniken zwangsläufig vorzuschreiben. Durch die CO2-Steuer werde die Nachfrage nach Spritspartechniken angekurbelt, erklärte der Manager.

DCRS meint: Dumm nur, dass sich viele Bundesbürger gar keine neuen Autos leisten können. Alte Autos würden dann auch auf Grund ihrer hohen Abgaswerte durch enorme Steuern ebenfalls unbezahlbar, so dass der Bürger auf Grund mangelnder Mobilität noch mehr beschnitten wird.

Artikel vom 12. Mai 2008
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