Geschichtsstudentin in Schweden erhält neuen Prozess ?

Von Eleonore Matschge

Geschichtsstudentin in Schweden erhält neuen Prozess ? FotoIm Prozess gegen eine deutsche Geschichtsstudentin wegen des Tatvorwurfes des zweifachen Mordes an den schwedischen Geschwistern Saga, 1, und Max, 3, muss der Prozess womöglich neu aufgerollt werden.

Erst vor wenigen Tagen hatte das schwedische Gericht bekannt gegeben, dass die 32jährige, mutmaßliche Täterin entweder zu lebenslanger Haft oder Psychiatrie verurteilt werden würde, doch das scheint nun wieder ungewiss.

Hintergrund ist offenbar eine voreingenommene Schöffin. Sie wurde unmittelbar nach Bekanntwerden ihrer Voreingenommenheit suspendiert.

Die Laienrichterin erzählte Reportern, sie haben schon zu Prozessbeginn an der Unschuld der Angeklagten gezweifelt.

Sie wurde gefeuert. Für den Anwalt der Angeklagten ein klarer Gesetzesverstoß: „Die Schöffin hat mit ihrer Vorverurteilung vielleicht die anderen beeinflusst.“

Jetzt verlangt die Verteidigung der deutschen Studentin, dass das Gerichtsverfahren noch einmal von vorne aufgerollt wird. Ein Befangenheitsantrag gegen das Gericht wurde bereits gestellt.

Wahrscheinlich wird es schon heute zu einer Entscheidung kommen. Christine S. sitzt weiterhin in Untersuchungshaft.

Artikel vom 29. August 2008

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