Haftbefehle für Münchner U-Bahnschläger – Türke droht Ausweisung

Von Irina Heidkamp

Gegen die Ausländer wurde Haftbefehl erlassenDer 76jährige Rentner, der am vergangenen Donnerstag in der Münchener U-Bahn brutal zusammengeschlagen wurde liegt immer noch schwer verletzt im Krankenhaus. Sein Zustand sei aber stabil. Seine Peiniger sitzen unterdessen längst hinter schwedischen Gittern. Am Sonntag nahm die Mordkommission der Kriminalpolizei einen 17jährigen Griechen und einen 20jährigen Türken in Zusammenhang mit dem schockierenden Fall fest.

Ihnen droht eine Anklage nicht nur wegen gefährlicher Körperverletzung sondern wegen versuchten Mordes, wie die Staatsanwaltschaft andeutete. Ein Haftrichter erließ Haftbefehl, so dass die beiden Männer so schnell nicht mehr in die Freiheit zurück kehren werden.

Die Männer, die bereits wegen zahlreicher Straftaten bekannt sind, hatten den Rentner am Donnerstag in dem U-Bahnhof angegriffen und dann mehrfach auf den am Boden liegenden 76-Jährigen eingetreten. Der Mann erlitt dabei Schädelfrakturen mit Einblutungen in das Gehirn.

Der 20-Jährige war in der Nacht zum Sonntag festgenommen worden. In seiner Vernehmung nannte er der Polizei den Griechen als Mittäter. Der 17-Jährige wurde einige Stunden später festgenommen. Die Ermittler der Mordkommission waren den Tätern über ein gestohlenes Handy auf die Spur gekommen.

Reue zeigten beide Täter bislang nicht. Stattdessen rechtfertigten sie sich damit, dass sie betrunken gewesen seien und man in diesem Zustand eben aggressiv werde, das habe der Rentner doch gesehen. Die Täter interessierten sich vielmehr dafür, wann sie wieder gehen könnte. Dies wird gewiss eine Weile dauern.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte unterdessen in der „Bild“-Zeitung, Montagausgabe ein hartes Vorgehen an.

„Wenn es rechtlich möglich ist, werden wir den türkischen Straftäter ausweisen. Bei dem anderen haben wir keine Handhabe, weil er EU-Bürger ist.“

Herrmann sagte weiter: „Wir müssen die Bevölkerung vor solchen Gewalttätern schützen. Die beiden hätten längst hinter Schloss und Riegel gehört. Bloß weil es sich um Jugendliche handelt, können wir nicht so nachsichtig sein.“

Deshalb sei er dafür, die Höchsstrafe für solche extremen Gewalttaten von 10 auf 15 Jahre zu erhöhen. Offensichtlich sei bei den früheren Vergehen der beiden zu milde verfahren worden.

DCRS ONLINE meint: Hoffentlich hält der Innenminister sein Wort.

Artikel vom 24. Dezember 2007

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