Hartz IV reicht zum Leben – aber nicht für mehr !
Eine Studie der Bundesagentur für Arbeit hat nun ergeben, dass die Hartz-IV Leistungen für das materielle Überleben der Leistungsempfänger völlig ausreichend sei, allerdings nicht für mehr. Eine Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben sei nicht möglich.
Die Versorgung der elementaren Dinge zum Überleben, wie Wohnung, Kleidung und Ernährung, sei gewährleistet. Eine Versorgungslücke sei hier äußerst gering, wenn die Mittel für die vorgesehenen Zwecke auch verwendet werden. Mehr als die Grundversorgung mit dem materiell Notwendigsten sei aber nicht gegeben.
In der repräsentativen Studie unter 9400 Hartz-IV-Empfängern gaben aber auch sechs Prozent an, das Geld reiche nicht für eine warme Mahlzeit am Tag.
Dies ist mitunter oftmals darauf zurück zu führen, dass Altlasten der Leistungsempfänger vor den Grundbedürfnissen bedient werden.
Ein Fünftel der Hartz-IV-Empfänger erklärte, nicht genug Geld zu haben, um sich mit Winterkleidung ausstatten zu können. 82 Prozent der Befragten erklärten, sie könnten sich zudem keinen Urlaub leisten.
Verzichten müssen 61 Prozent eigenen Angaben zufolge auch auf Kinobesuche, ein Auto (47 Prozent) und rezeptfreie Medikamente (20 Prozent). Acht Prozent haben Probleme, ihre Nebenkosten pünktlich zu zahlen.
Unterdessen hat die Dachorganisation der Wohlfahrtsverbände, der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge, nun empfohlen Zuschläge für erhöhte Ernährungskosten bei Sozialhilfe-Empfängern mit Leiden wie Diabetes zu streichen.
Vereinsvorstand Michael Löher erklärte: “Bei Diabetes, erhöhten Fettwerten und weiteren Volkskrankheiten ist nach dem heutigen Stand der Wissenschaft keine Diät erforderlich, eine gesunde Ernährung ist ausreichend.” Die sei zu finanzieren, “wenn äußerst sparsam gewirtschaftet wird”. Bei anderen Krankheiten wie Niereninsuffizienz und Gluten- Unverträglichkeit hält der Verein Zuschläge weiter für gerechtfertigt.





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13. Oktober 2008 um 13:51
Das ist ja gut und schön, doch wird es problematisch, wenn Lebensmittelallergien vorliegen und nicht mit “billigen” Süppchen oder Soßen gekocht werden kann. Leider bekommt man nirgens 1/4 Möhre, 3/4 Stange Lauch o.ä.. Es müssen immer ganze Produkte gekauft werden, was die Angelegenheit verteuert. Theorie und Wirklichkeit klaffen nun mal auseinander. Dies sollte aber nicht zum Vorwand genommen werden, die Hand aufzuhalten nach dem Motto: Bin krank (und zu faul mir über Alternativen Gedanken zu machen) rückt mal mehr Kohle raus.