Heute arbeitet man für eine Packung Butter angeblich vier Minuten

Von Kerstin Moebius

Laut einer Studie des Deutschen Bauernverbandes muss ein Arbeiter derzeit angeblich vier Minuten für ein Päckchen Butter arbeiten. Ob diese Rechnung allerdings tatsächlich auf den Großteil der Bevölkerung anwendbar ist, bleibt fraglich.

Trotz der Preiserhöhungen bei Lebensmitteln haben Arbeiter in Deutschland ihr Essen heute schneller verdient als früher, behauptete der Deutsche Bauernverband am Donnerstag. Ein Beschäftigter erhält für seinen Stundenlohn heute mehr Fleisch, Brot oder Butter als vor 25 Jahren.

Fraglich scheint hier allerdings welchen Studenlohn man hier pauschal angesetzt !

Der Bauernverband weiter, habe ein Arbeitnehmer für den Kauf eines Kilogramms Schweinekotelett 1970 noch 96 Minuten arbeiten müssen, habe er dies derzeit in etwa 23 Minuten verdient. Für eine 250-Gramm-Butterpackung sei ein Arbeitslohn von 4 Minuten statt damals 21 Minuten notwendig.

Rechnung: Ein Päckchen Butter kostet durchschnittlich 1,10 Euro. Bei 4 Minuten Arbeitszeit müsste der Arbeiter einen Minuten-Lohn von 27,5 Cent erhalten. Das wäre ein Stundenlohn von 16,50 Brutto. Allerdings geht davon rund 40 Prozent für diverse Abgaben verloren, so dass in diesem Fall ein Netto-Stundenlohn von 9,90 Euro übrig bleibt. Da nur der Netto-Lohn zum Einkauf zur Verfügung steht, muss der Arbeiter schon wieder deutlich länger arbeiten als nur vier Minuten.

Davon abgesehen, verdienen viele Angestellten nicht einmal 9,90 Euro Netto in der Stunde, sondern oftmals Brutto.

In den vergangenen fünfzig Jahren hat sich der Nettostundenverdienst eines Industriearbeiters den Angaben des Bauernverbandes zufolge fast verzwanzigfacht. Der Brotpreis sei dagegen rund um das Neunfache gestiegen, so dass er sich für seinen Stundenlohn heute mehr als doppelt so viel Brot kaufen könnte.

Für die Bauern sieht die Rechnung dem Bericht zufolge anders aus: Wären die Weizenpreise seit 1950 genauso stark gestiegen wie die Inflationsrate, könnten die Bauern für einen Doppelzentner Weizen inzwischen rund 77 Euro erlösen. Doch tatsächlich erhalte ein Bauer trotz besserer Agrarpreise derzeit noch nicht einmal ein Drittel. Der Marktpreis habe Mitte Dezember für Brotweizen rund 22,90 Euro je 100 Kilogramm betragen.

DCRS ONLINE meint: Jeder rechnet stets so, dass es für sein Anliegen stimmt! So hat niemand etwas davon !

Artikel vom 27. Dezember 2007

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