Hillary Clinton führt vor Barack Obama
Hillary Clinton führt. Wie gut wird dies dem Gemüt der ehemaligen First Lady tun. Monatelang musste sie zusehen, wie Barack Obama im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten mit seinem jugendlichen Charme, ihre politische Gewandtheit, ihre Lebenserfahrung, ihr Wissen, ihre Beziehungen und ihre unbestrittene diplomatische Intelligenz einfach wegwischte.
Laut einer Gallup-Umfrage führt Clinton jetzt erstmals seit langer Zeit wieder landesweit im Kampf um die demokratische Präsidentschaftskandidatur. Sie käme nach Angaben des renommierten Meinungsforschungsinstituts in Washington auf 46 Prozent der Stimmen, ein Prozentpunkt mehr als der schwarze Senator aus Illinois.
Andere Statistiken sehen Obama allerdings immer noch landesweit deutlich vor Clinton, zum Teil sogar mit sieben Prozentpunkten. Laut einer Umfrage des Magazins “Newsweek” bevorzugen sogar 54 Prozent der demokratischen Anhänger Obama als Präsidentschaftskandidat, nur 35 Prozent seien für Clinton.
Am Dienstag steht nun auch eine wichtige Vorwahl an. Im US-Bundesstaat Pennsylvania werden Vorwahlen abgehalten. Laut Umfragen liegt Clinton dort mit rund 47 Prozent etwa 5 Prozentpunkte vor Obama.
Beide Politiker suchten am Wochenende vor der Entscheidung auf zahlreichen Wahlkampfveranstaltungen noch einmal die Offensive. Auch die persönlichen Angriffe nahmen wieder zu.
Clinton machte sich in York über Obamas Klagen lustig, seine Worte seien verdreht und ausgeschlachtet worden. “Wer die Hitze nicht verträgt, soll die Küche verlassen”, lästerte die Senatorin über die angebliche Überempfindlichkeit Obamas in dem aufgeheizten Wahlkampf. Es gehe in “dieser historischen Stunde” nicht um “schönes Reden”, sondern darum, “die Probleme anzugehen und erfolgreich zu lösen”, sagte die derzeit besonders angriffslustige Ex-First-Lady.
Obama konterte unterdessen ebenso giftig und lästerte über das „alte politische Spiel“ und die „hässlichen politischen Mechanismen“ Washingtons, die verhinderten, dass im Zentrum des Wahlkampfs die Debatte über Sachthemen wie den Irakkrieg, die Steuerpolitik oder die Gesundheitsprobleme stehe.





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21. April 2008 um 03:00
Solche Umfragen basieren auf der Befragung von ein paar tausend Menschen und besagen angesichts der knappen Mehrheit (1%-Punkt!) gar nichts. Kann sich morgen schon wieder alles ändern…