Hillary Clinton gewinnt Vorwahlen in Texas, Ohio und Rhode Island

Von Irina Heidkamp

Hillary Clinton gewinnt Vorwahlen in Texas OhioSie ist wieder da, zwar nicht zurück an der Spitze, aber Hillary Clinton hat ihrem Konkurrenten Barack Obama durch die Vorwahlen am 04. März deutlich gezeigt, dass er weiterhin mit ihr rechnen muss.

Die ehemalige First Lady gewann die Vorwahlen in drei US-Bundesstaaten, darunter die beiden wichtigen Wahlen in Texas und Ohio.

Ex-Präsident Bill Clinton hatte im Vorfeld der Wahlen erklärt, wenn seine Frau diese beiden Bundesstaaten nicht gewinnen sollte, muss sie aufgeben. Jetzt hat die ehemalige First Lady sogar deutlich in drei Staaten gewonnen.

Sie hat damit die Siegesserie von Konkurrent Barack Obama (46) gestoppt. Der schwarze Senator hatte zuvor zwölf Wahlen in Folge für sich entschieden, konnte jetzt aber nur den US-Bundesstaat Vermont für sich gewinnen.

Bei der Abstimmung in Rhode Island gewann Hillary Clinton 58 Prozent der Stimmen. Im bevölkerungsreichen Texas führte sie mit 50 Prozent, in Ohio mit 56 Prozent. Ein großartiges Ergebnis angesichts der schlechten Umfragewerte im Vorfeld der Abstimmung.

Um 5.17 Uhr unserer Zeit trat sie in Columbus (US-Bundesstaat Ohio) bejubelt und lachend vor ihre Wähler und die TV-Kameras:

„Danke Ohio. Danke für jeden, der nicht aufgegeben hat. Es gibt das Sprichwort: Was in Ohio passiert, passiert in der Nation. Niemand in der Geschichte ist Präsident geworden, der nicht zuvor auch in Ohio gewonnen hatte.“

Hillary Clinton fasst wieder Boden unter den Füßen. Dennoch ist die ehemalige First Lady noch nicht zurück an der Führung. Immer noch hat Barack Obama in der Zahl der Delegiertenstimmen einen Vorsprung, den es aufzuholen bzw. zu überholen gilt.

Hillary Clinton lag vor dem 04.März mit 1269 zu 1378 Delegiertenstimmen gegen Obama zurück. Für die endgültige Nominierung zum Präsidentschafts-Kandidaten der Demokraten auf dem Parteitag Ende August werden 2025 Stimmen benötigt. Und allein in Ohio und Texas ging’s um 389 davon.

Jetzt kommt Obama, jüngsten Berechnungen zufolge auf 1.451 Delegierte, Clinton verfügt über 1.365.

Um 5.39 Uhr sprach Obama in San Antonio/Texas vor seinen Anhängern: „Ich gratuliere ihr. Für die Siege. Aber wir werden die Nominierung gewinnen.“ Das erscheint vor den überraschenden Siegen von Clinton allerdings noch nicht sicher.

Erst bei den Vorwahlen in sieben weiteren Bundesstaaten wird die Entscheidung zwischen beiden Demokraten fallen.

Bei den Republikanern ist die Entscheidung dagegen bereits heute gefallen! Vietnam-Veteran John McCain (71) aus Arizona setzte sich endgültig gegen Mike Huckabee durch.

Präsident George W. Bush hat McCain für den heutigen Mittwoch ins Weiße Haus eingeladen, damit der auch von höchster Stelle Unterstützung im Kampf um das höchste Amt der USA bekommt.

DCRS meint: Dieser Wahlkampf ist eine echte Nervenprobe !

Artikel vom 5. März 2008

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