Hohe Tarifabschlüsse laut CSU-Chef gefährlich

Von Eleonore Matschge

Die Gewerkschaft der Lokführer hat im monatelangen Tarifstreit mit der Bahn einen eindeutigen Sieg errungen, erst einmal, denn die Folgen derart gigantischer Tarifabschlüsse sind vielfältig und für die meisten Arbeitnehmer nicht zu überschauen.

Jüngst drohte Bahn-Chef Mehdorn mit massivem Stellenabbau und einer Erhöhung der Ticketpreise. Dies sind allerdings keine Ideen und Racheaktionen des Herrn Mehdorn, sondern die Forderungen der Bahn-Eigentümer, zu denen auch der Staat gehört, der Gewinn muss am Ende schließlich stimmen, nichts anderes zählt. Bezahlen muss das der Bürger und der Arbeitnehmer.

Der CSU-Vorsitzende Erwin Huber hat daher angesichts der Debatte um einen Stellenabbau bei der Deutschen Bahn vor zu hohen Tarifabschlüssen gewarnt.

Huber appellierte am Mittwoch im oberbayerischen Wildbad Kreuth an die Tarifparteien, „die Tassen im Schrank zu halten“. Das Bahn-Beispiel zeige, „dass ein so hoher Tarifabschluss auch Rückwirkungen hat“. Trotz verbesserter Konjunkturlage und höherem Wirtschaftswachstum dürfe man nicht „überziehen“.

Konkret wollte Huber die Debatte bei der Deutschen Bahn nicht bewerten. Er sei sicher, dass man beim Bahnvorstand oder beim Aufsichtsrat „die Konsequenzen noch genauer darstellen wird“.

DCRS ONLINE meint: Anstatt die Löhne überdimensional zu erhöhen, was nur zur Teuerung führt, müssen endlich die Energiepreise deutlich fallen. Eine ganz simple Sache, wenn man die Ökosteuer etc. abschafft !! Die Steuereinnahmen werden sowieso nicht für die Umwelt verwendet, sondern stopfen selbst gemachte Löcher im Bundeshaushalt.

Artikel vom 17. Januar 2008

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