Hurrikan Hanna wütet in der Karibik

Von Kerstin Moebius

Hurrikan Hanna wütet in der Karibik  Foto

Schon 136 Menschen sind dem Tropensturm Hanna in der Karibik zum Opfer gefallen. Wie der Zivilschutz mitteilte, mussten die Opferzahlen von 61 Toten mehr als verdoppelt werden, hunderte Häuser sind zerstört und große Teile des Landes stehen unter Wasser.

Unterdessen ist allerdings schon der nächste Hurrikan im Anmarsch. Ike droht, sich zu einem weiteren Monstersturm zu entwickeln.

Das US-Hurrikan-Zentrum NHC stufte ihn auf die “extrem gefährliche” Kategorie vier der fünfstufigen Saffir-Simpson-Skala hoch.

Am stärksten betroffen von “Hanna” war nach Angaben des Zivilschutzes der Norden Haitis. Dort wurden insgesamt 102 der Opfer geborgen. In der Küstenstadt Gonaives rief der Senat den humanitären Notstand aus. Senator Yuri Latortue sprach von einer “katastrophalen” Situation. Rund zwei Drittel der 300.000-Einwohner-Stadt Gonaives hätten seit drei Tagen nichts gegessen.

Große Teile Gonaives standen weiter unter Wasser, auch das Krankenhaus war überflutet. Mehr als 10.000 Menschen mussten in Notunterkünften untergebracht werden, nachdem der Hurrikan bei seinem Durchzug massive Überschwemmungen ausgelöst hatte. Die UN-Mission in Haiti brachte mit ihren Hubschraubern Medikamente und Lebensmittel in die Stadt.

Das verarmte Haiti ist wegen der starken Rodung seiner Wälder besonders anfällig für Überschwemmungen. Erst vergangene Woche war Haiti schwer vom Hurrikan “Gustav” getroffen worden, der 77 Menschen in dem Karibikstaat in den Tod riss. Vor zwei Wochen hatte der Tropensturm “Fay” Überschwemmungen ausgelöst. 2004 waren allein in Gonaives knapp 3000 Menschen durch den Tropensturm “Jeanne” gestorben.

Tags:

Tags: , , , ,
Artikel vom 5. September 2008

Hinterlasse eine Antwort