Hurrikan Ike könnte Rekorde brechen

Von Louis Richter

Hurrikan Ike könnte Rekorde brechen FotoDer Hurrikan Ike rast derzeit über die Karibik direkt auf die Küste des US-Staates Florida zu. Bislang wurde der Tropensturm schon in die zweithöchste Hurrikan-Kategorie eingeordnet. In der Nacht zum Dienstag soll der Sturm in Miami an der US-Küste eintreffen.

Derzeit bereitet sich Kuba auf den Wirbelsturm vor. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Kilometern pro Stunde rast das Unwetter auf die Karibikinsel zu.

Die Behörden sind in höchster Alarmbereitschaft. 250000 Menschen wurden im Westen der Insel evakuiert und ins Landesinnere gebracht, darunter auch deutsche Touristen.

Nach Berechnungen des US-Hurrikan-Zentrums in Miami sollte der Sturm über den Westen und über Zentral-Kuba hinweg ziehen und dann südlich von Florida in den Golf von Mexiko vordringen.

“Ike” tobte zunächst über den Turks- und Caicosinseln, wo die Hälfte der Häuser zerstört wurde. Seine Ausläufer suchten auch die südlichen Bahamas und erneut Haiti heim. Unterdessen steigt die Zahl der Unwetter-Toten in Haiti weiter an.

Ike wird in den USA mit steigendem Unbehagen beobachtet. Touristen und Bewohner der Insel-Kette Florida-Keys flüchteten am Wochenende bereits auf das Festland.

“Diese Stürme habe ihre Eigenarten, es gibt da keine Regeln” sagte Floridas Gouverneur Charlie Christ vor Reportern in Miami.

Auch die US-Südstaaten Louisiana und Mississippi, die gerade erst Hurrikan “Gustav” überstanden haben, fürchten, dass “Ike” sie treffen könnte. Louisianas Gouverneur Bobby Jindal sagte dem Sender CNN: “Wir hoffen sehr, dass wir nicht wieder getroffen werden, aber wir sind natürlich gut vorbereitet.”

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Artikel vom 8. September 2008

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