Hypo Real Estate – Rettung doch gescheitert

Von Eleonore Matschge

Hypo Real Estate – Rettung doch gescheitert  FotoDie Rettung der größten Immobilienbank Deutschlands, der Hypo Real Estate, durch eine Staatsbürgerschaft über 35 Milliarden Euro ist offenbar in letzter Minute doch noch gescheitert.

So war das Zeitfenster für verschiedene Kredite in der Zwischenzeit offenbar abgelaufen, dass nun die Finanzlage des Unternehmens wieder brüchig ist.

Eine Lösung müsste bis Eröffnung der Aktienmärkte am Montag gefunden werden. Am Sonntag seien neue Gespräche für eine Rettung geplant, berichtet das ZDF.

“Wir kämpfen darum, das Unternehmen zu erhalten”, sagte HRE- Sprecher Hans Obermeier in München.

Die Finanzbranche habe ihre Zusage für einen kurzfristigen Kredit von 15 Milliarden Euro zurückgezogen.

Offenbar wären diese Kredite für eine Rettung des Unternehmens aber gar nicht ausreichend. Wie die „Welt am Sonntag berichtet, habe die Deutsche Bank bei einer Prüfung festgestellt, dass die HRE deutlich mehr Geld benötige, als bisher bekannt.

Laut Deutscher Bank fehlten dem Vernehmen nach bis Jahresende bis zu 50 Milliarden Euro und bis Ende 2009 sogar 70 bis 100 Milliarden Euro, hieß es.

Der HRE-Sprecher nahm zu dem Bericht keine Stellung. Das Bundesfinanzministerium, das maßgeblich an dem Rettungspaket beteiligt war,  zeigte sich von der Entwicklung überrascht. Der Sprecher von Finanzminister Peer Steinbrück, Torsten Albig, sagte, nun müssten erst einmal alle Informationen zusammengetragen werden. Er hoffe, dass sich alle ihrer Verantwortung bewusst seien. “Die Bürgschaft gab es für das Rettungspaket”, ergänzte Albig.

Artikel vom 5. Oktober 2008

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