Immer mehr Deutsche haben zwei Jobs

Von Christian Dieter Matuschek

Deutsche brauchen einen Zweitjob um überhaupt überleben zu können und die Energiekonzerne machen sich die Taschen vollIn den USA ist es bekannt, dass viele Arbeiter aus der Unterschicht zwei oder mehr Jobs bedienen müssen um überleben zu können. Dieses Phänomen zeigt sich auch zunehmend in Deutschland. Viele Arbeitnehmer müssen neben ihrer sozialversicherungspflichtigen Berufstätigkeit einen Zweitjob auf 400-Euro-Basis annehmen, um über die Runden zu kommen.

Vor allem die horrenden Energiepreise, die sich nicht nur in unbezahlbaren Strom- und Heizkosten, beim Autofahren, sondern in allen Gütern des täglichen Bedarfs niederschlagen, machen den Menschen das Leben schwer.

Die Zahl der Beschäftigten, die einen 400-Euro-Job als Nebenjob ausüben, stieg seit 2003 bundesweit um 800 000 auf fast zwei Millionen an. Das geht aus Unterlagen der Bundesagentur für Arbeit hervor, wie die in Essen erscheinende „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (Freitagausgabe) berichtet.

Bundesweit sind derzeit 6,6 Millionen Menschen als Minijobber registriert, 2,6 Millionen mehr als noch im Jahr 2000. Seit September 2006 sind 240 000 hinzugekommen. Besonders viele Minijobber arbeiten bei der Gebäudereinigung, im Gesundheitswesen, in Hotels und Gaststätten sowie im Einzelhandel.

90 Prozent von ihnen sind Deutsche, die meisten sind älter als 40 Jahre, viele bereits im Rentenalter. 725 000 sind 65 Jahre und älter. Bei zwei Dritteln handelt es sich um Frauen. Bundesweit sind es 4,4 Millionen. Immer mehr arbeiten in privaten Haushalten, derzeit 135 000. Das sind 15 Prozent mehr als 2006.

DCRS meint: Müssen wir den USA alles nachmachen.

Artikel vom 13. Dezember 2007

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