Importe nach Deutschland deutlich teurer

Von Kerstin Moebius

Importe nach Deutschland deutlich teurerSo einen starken Preisanstieg für Importe nach Deutschland hat es seit 8 Jahren nicht gegeben. Auf Grund der hohen Energiekosten im Mai sind die Preise für Einfuhren nach Deutschland so stark gestiegen wie seit rund acht Jahren nicht mehr.

Die Importpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

Im November 2000 habe die Jahresteuerungsrate bei 10,6 Prozent gelegen. Eine vergleichbare Teuerungsrate war in der Zwischenzeit nicht mehr erreicht worden.

Besonders stark verteuerten sich demnach im Mai die Einfuhren von Energieträgern (+ 46,5 Prozent): Rohöl wurde im Vorjahresvergleich 56,8 Prozent teurer, Mineralöl-Erzeugnisse legten um 48 Prozent zu und Steinkohle verzeichnete ein Plus von 41,5 Prozent. Erdgasimporte kosteten 36,2 Prozent mehr.

Der Index für Einfurhpreise im Mai ohne Erdöl und Mineralöl-Erzeugnisse lag lediglich um zwei Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Auch die Preise für Lebensmittelimporte legten allerdings kräftig zu: Preissteigerungen verzeichnete die Statistikbehörde vor allem bei Getreide (+ 37,2 Prozent), Zitrusfrüchten (+ 34,2 Prozent), bei Rindfleisch (+ 25,4 Prozent), Schweinefleisch (+ 14,1 Prozent) sowie bei Milch und Milchprodukten (+ 11,2 Prozent).

Allerdings wurde im Vergleich zum April dieses Jahres unter anderem Getreide billiger (- 4,9 Prozent) - zum vierten Mal in Folge. Auch die Preise für Milch und Milchprodukte gingen gegenüber April um ein Prozent zurück. Sie sind seit November rückläufig.

Artikel vom 26. Juni 2008

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