In Peru wurde ein bisher unbekannter und unerforschter Indianerstamm entdeckt
Die Ökologen haben den noch unbekannten nomadischen Indianerstamm im Amazonas in Peru aus der Luft fotografiert. Diese Entdeckung gibt neuen Stoff f¸r die Theorie, dass auf der Welt in der Tat isolierte Stämme leben, die nicht mit der Aussenwelt verbunden sind.
Die Mitglieder des Stammes trugen Bögen und Pfeile und leben anscheinend in Hütten, welche mit Palmblättern bedeckt sind. Sie leben auf Sandbänken des Las Piedras Fluss und wurden vergangene Woche von Forschern aus der Luft entdeckt, welche über den Alto Purus Nationalpark nahe der Grenze zu Brasilien flogen, um dort illegale Holzfäller aufzuspüren. Die Forscher machten Bilder von ihrer Entdeckung.
„Wir haben sie nur per Zufall gesehen. Es waren etwa 3 Hütten und etwa 21 Indianer – Kinder, Frauen und junge Leute“, so Ricardo Hon, ein Forstwissenschaftler des Nationalen Instituts für natürliche Ressourcen in Peru.
Hon sagte weiter, dass ein ähnlicher Stamm, welcher die gleiche Art von Hütten verwendete, in den 80er Jahren in derselben Gegend gesichtet wurde. Eine Expertengruppe schrieb den damals gesichteten Stamm dem Mascho Piro Stamm zu.
Die Entdeckung des unbekannten Stammes im peruanischen Regenwald kommt nach der Ankündigung Perus, dass die Regierung Ölfirmen dazu auffordere, im Regenwald nach Ölquellen zu suchen.
Umweltschützer und andere Gruppen sind strikt gegen eine Erkundung des Regenwaldes nach Erdöl. Die besagten Gegenden befinden sich tief im peruanischen Regenwald, etwa 500 Kilometer südlich von Lima, der Hauptstadt Perus.
Man nimmt an, dass isolierte Ureinwohner noch immer völlig von der Aussenwelt abgeschottet in diesen Gebieten leben. Verschiedene Gegenden sollen nun versteigert werden, damit Ölfirmen darin nach dem schwarzen Gold suchen können. Man nimmt an, dass in den zur Auktion stehenden Parzellen auch diverse isolierte Indianerstämme wohnen.
„Die peruanische Regierung fördert aktiv die Suche nach Erdöl in von uns unbekannten Indianerstämmen bewohnten Gebieten des peruanischen Regenwaldes“, so David Hill, ein Mitglied einer in London ansässigen Gruppe für die Rechte von Ureinwohnern.
Diese Organisation glaubt, dass bis zu 15 isolierte Stämme in Peru leben. Damit sind es zwar weniger als in Papua in Indonesien und in Brasilien, aber weltweit liegt Peru damit auf dem dritten Platz.
Die staatliche Ölfirma PetroPeru sagte aus, dass die Indianer in Reservoirs leben, welche nicht von Ölfirmen angetastet werden. Diese Regionen sind von den Versteigerungen laut PetroPeru ausgeschlossen. Dennoch kam PetroPeru in Kritik, als der Präsident, Daniel Saba, verkündete, dass der Gedanke an isolierte Indianerstämme im peruanischen Regenwald „absurd“ sei.
Die Indianerstämme sind aber nomadisch und wandern in die Nationalparks und verlassen diese wieder, je nach Saison. Holzfäller und Ölfirmen könnten die Indianer durch tödliche Krankheiten bedrohen, gegen welche die Indianer nicht immun sind, aufgrund ihrer isolierten Entwicklung.
Bereits in der Vergangenheit ist ein grosser Teil der Indianerstämme im Amazonas wegen Zivilisationskrankheiten ausgestorben.
Eine Dokumentation aller isolierten Stämme ist leider nur schwer möglich, da es sich bei ihnen oft um Nomadenstämme handelt, welche je nach Saison wandern.
Eines bleibt klar: im Regenwald von Peru gibt es weiterhin undokumentierte Indianerstämme, die seit jeher komplett von der Außenwelt isoliert leben. Diese zu schützen sollte das primäre Ziel der peruanischen Regierung sein, und nicht die Promotion der Erdölförderung in den von diesen Stämmen bewohnten Regionen.
DCRS ONLINE meint: Dann sollte man den stamm, wenn er ohnehin schon isoliert lebt, auch weiterhin in Ruhe lassen.





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