Inflation auf neuem Rekordwert

Von Kerstin Moebius

Inflation auf neuem RekordwertBenzin, Heizöl und Lebensmittel, schon wieder wird alles viel teurer. Im März hat die Teuerungsrate seit 14 Jahren für einen Monat März den zweithöchsten Wert erreicht. Im Schnitt stiegen die Verbaucherpreise um 3,1 Prozent zum Vorjahr.

Eine höhere Teuerungsrate hatte es zuletzt im November mit 3,2 Prozent gegeben - das war zugleich das höchste Niveau seit Dezember 1993.

Am 28. März hatte das Statistische Bundesamt, Destatis, bereits einen vorläufigen Wert bekannt gegeben, der nun durch die aktuellen Zahlen belegt wurde. In den ersten beiden Monaten des Jahres hatte die Jahresveränderugnsrate 2,8 Prozent betragen. Im Dezember 2007 lag diese nohc bei 3,1 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent nach ebenfalls plus 0,5 Prozent im Februar. Auch hier wurde die erste Schätzung erwartungsgemäß bestätigt.

Die hohe Teuerungsrate im März ist Destatis zufolge weiterhin von deutlich gestiegenen Preisen für Energie (Kraftstoffe und Haushaltsenergie) geprägt. Kraftstoffe verteuerten sich auf Jahressicht um 12,3 Prozent. Leichtes Heizöl war um 40,0 Prozent teurer als im Vorjahr und Strom um 7,2 Prozent. Ohne Einrechnung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate im März lediglich 2,3 Prozent betragen.

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten sich im März gegenüber dem Vorjahresmonat um durchschnittlich 8,2 Prozent. Besonders deutliche Preiserhöhungen wurden nach Angaben der Statistikbehörde bei Molkereiprodukten und Eiern (plus 23,9 Prozent) sowie Speisefetten und -ölen (plus 15,9 Prozent) ermittelt.

Für das Bildungswesen erhöhten sich die Preise auf Jahressicht um 34,8 Prozent, was zum Teil auf die Einführung der Studiengebühren in einigen Bundesländern im April 2007 zurückgeführt wird. Dieser Sondereffekt wirkt sich in diesem Monat letztmalig auf die jährliche Teuerungsrate aus.

DCRS ONLINE meint: Statistik hin oder her, faktisch können sich viele Bürger kaum mehr einen vernünftigen Lebensstandart leisten, ohne vom Staat unterstütz zu werden, das ist Schwachsinn. Anstatt mit Geld, das eigentlich den Bürgern gehört, um sich zu werfen, sollte man lieber eine vernünftige Energiepolitik betreiben. Energie muss billig sein.

Artikel vom 16. April 2008

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