Inflation bei Nahrungsmitteln und Energie auf 27-Jahres-Hoch !

Von Bianca Wollert

Inflation bei Nahrungsmitteln und Energie auf 27-Jahres-Hoch ! Foto

So dramatisch wie heute, war die Inflationsrate zum letzten Mal vor 27 Jahren. Vor allem Erzeugerpreise bei Energie, Nahrungsmitteln und anderen gewerblichen Produkten zogen im Juli so stark an, wie seit Jahrzehnten nicht.

So kletterten die Preise um durchschnittlich satte 8,9 Prozent, stärkter als Analysten erwartet hatten. Diese hatten lediglich eine Steigerung von 7,5 Prozent erwartet.

Im Oktober 1981 hatte die Teuerungsrate bei Erzeugerpreisen bei 9,1 Prozent gelegen.

Allein von Juni auf Juli zogen die Preise um zwei Prozent an.

Die Produzenten geben die Richtung für die Verbraucherpreise vor: Der Handel reicht höhere Einkaufskosten an seine Kunden weiter, wenn auch meist abgeschwächt und zeitlich verzögert. Die Inflationsrate lag im Juni und Juli mit 3,3 Prozent auf dem höchsten Niveau seit fast 15 Jahren.

Größter Preistreiber auf Erzeugerebene war erneut Energie. Sie verteuerte sich um durchschnittlich 24,5 Prozent im Vergleich zum Juli 2007. Ohne den Energiebereich hätte die Teuerungsrate lediglich 3,6 Prozent betragen. Die Preise für Erdgas zogen mit 27,1 Prozent kräftig an. Strom verteuerte sich um 22,6 Prozent. Schweres Heizöl kostete 79,4 Prozent mehr, Diesel 30,2 Prozent und Benzin 11,5 Prozent mehr.

Viele Nahrungsmittel verteuerten sich ebenfalls spürbar. Für pflanzliche und tierische Öle und Fette wurden 41,3 Prozent mehr verlangt, für Teigwaren 35,3 Prozent. Käse und Quark verteuerten sich um 17,7 Prozent, Fleisch um 11,3 Prozent und Milch und Milchprodukte um 10,9 Prozent.

Artikel vom 19. August 2008

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