Insel Lesbos klagt gegen Lesben

Von Jette Petersen

Insel Lesbos klagt gegen LesbenDie Einwohner der griechischen Insel Lesbos wollen nicht länger mit homosexuellen Frauen in Verbindung gebracht werden. Drei Einheimische haben daher nun einen einstweilige Verfügung gegen die Nutzung des Begriffes „Lesbe“ oder „lesbisch“ für homosexuelle Frauen beantragt.

Noch steht eine Entscheidung über den Antrag aus. Über diesen soll erst am 10. Juni in Athen verhandelt werden.

“Wir wenden uns gegen die willkürliche Nutzung des Namens unserer Heimat von Personen, die eigenartig sind”, hieß es in einer Erklärung der drei Kläger. Homosexuelle Frauen würden Begriff „Lesbe“ oder „lesbisch“ an sich reißen, argumentieren die Klärger. Das wollen sie sich nicht gefallen lassen. Es sei zudem „beschämend“, dass der Name ihres Heimat- und Geburtsortes weltweit mittlerweile mit etwas völlig anderem in Verbindung gebracht werde.

Der Begriff “Lesbe” ist mit der Ost-Ägäis-Insel Lesbos verbunden. Von hier stammt die griechische Dichterin Sappho - eine der wichtigsten und bedeutendsten Poetinnen der Antike. Ihre Dichtung trägt homosexuelle Züge. Daher wird seit den 60er Jahren das Wort “lesbisch” für weibliche Homosexualität gebraucht.

Auf Lesbos finden jedes Jahr mehrmals Treffen lesbischer Frauen statt. Viele Inselbewohner sehen darin ein willkommenes und positives Ereignis, da die Insel auch vom Tourismus lebt.

Artikel vom 29. April 2008

Eine Antwort zu “Insel Lesbos klagt gegen Lesben”

  1. Christian meint:

    Vielleicht wäre Aufklärung angebrachter.
    Auf einer Insel die sehr gut an Homosexualität verdient dürfte das doch eigentlich kein Thema sein und schon gar nicht beschämend.

    Christian

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