Inzest – Drama in Amstetten – Kinder sollen neue Identität erhalten
Die drei Inzest-Kinder, die ein heute 73jähriger Österreicher mit seiner Tochter zeugte und mit ihre zusammen in einem dunklen Kellerverlies jahrelang einsperrte, sollen von Amtswegen eine neue Indentität erhalten. Weitere drei Kinder, die ebenfalls vom Vater mit der Tochter gezeugt wurden, aber als Adoptivkinder in seinem Haus offiziell aufwuchsen, sollen ihre aktuelle Identität behalten.
Der Inzest-Fall um Josef F. und seine heute 42jährige Tochter Elisabeth schockiert weiterhin die ganze Welt. Immer neue Details über den grausigen Alltag unter dem grauen Haus in Amstetten, Niederösterreich, gelangen an die Öffentlichkeit.
Den drei Verließ-Kindern soll durch eine neue Identität eine geordnete Zukunft ohne ständige Verfolgung durch die Medien ermöglicht werden.
“Wir haben natürlich mit den Kindern für die Zukunft große, große Sorgen, was wir hier alles zu bewegen haben. Das beginnt zunächst einmal bei einer Änderung der Identität, damit hier einmal ein anderer Name geholt wird – das werden wir relativ schnell machen können, nehme ich an. Allerdings nur im Einvernehmen mit der Familie, denn die Familie bestimmt hier als Herr des Verfahrens sozusagen auch den Gang des Verfahrens.” Dies betonte der Bezirkshauptmann der niederösterreichischen Kleinstadt Amstetten, Hans-Heinz Lenze bei n-tv.
Der 73-jährige Josef F. sitzt nach seinem vollen Geständnis inzwischen in einem Gefängnis der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten. Er wurde dem Haftrichter vorgeführt, äußerte sich aber nicht. F. hatte zuvor zugegeben, seine heute 42 Jahre alte Tochter Elisabeth 24 Jahre lang in einem Kellerverlies gefangen gehalten und sie immer wieder sexuell missbraucht zu haben. Aus dieser gewalttätigen Beziehung stammten sieben Kinder, von denen eines kurz nach der Geburt starb. Ein DNA-Test hat die Vaterschaft von Josef F. inzwischen bestätigt.
Nach jüngsten Berichten, liegen offenbar Hinweise vor, dass der heute 73jährige Täter die Entlassung seiner Geiseln plante. Demnach soll er seine Tochter gezwungen haben einen Brief handschriftlich zu schreiben, in dem sie ankündigte, im Laufe des Monats zu ihrer Familie zurückkehren zu wollen. Jahrelang hatte der 73jährige seiner Familie erzählt, die Tochter sei mit einer Sekte durchgebrannt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann seine Tochter gezwungen hat, diesen Brief zu verfassen.
Die österreichischen Behörden bemühen sich unterdessen den Opfern eine möglichst positive Zukunft zu bereiten. Ein Beamter bestätigte, dass sich die misshandelte Mutter der Inzest-Kinder in all den Jahren vorbildlichst mit den ihr vorhandenen Möglichkeiten um ihre Kinder bemüht habe. Sie brachte ihnen alles bei, was sie nur konnte. Vor allem das jüngste Kind sei sehr „lustig“. Der 5jährige Junge habe sich riesig gefreut, als er mit einer Sozialarbeiterin am Sonntagmorgen in eine Klinik fahren und in einem echten Auto sitzen durfte. Es sei eine Gaudi, wenn man einmal in einem richtigen Auto fahre, so der Junge.
Foto: Symbolbild





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