Inzest von Amstetten – Josef Fritzl doch ein Mörder ?!

Von Irina Heidkamp

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Dem Inzestmonster von Amstetten droht nun doch eine Anklage wegen Mordes. Eines der Babys das Josef Fritzl, 73, mit seiner Tochter Elisabeth während deren Martyrium im Kellerverlies zeugte, überlebte nicht. Fritzl verbrannte die Leiche nach dem Tod des Kindes, wie er selbst eingestand.

Ein Gutachten, das auf der Basis der Aussagen von Elisabeth erstellt wurde, bestätigt nun, dass das Kind überlebensfähig gewesen wäre.

Nun ist eine Anklage des Missbrauchsvaters wegen Mordes und damit eine lebenslange Haftstrafe für Josef Fritzl möglich.

Nach Angaben eines Fachmanns für Neugeborene starb das betroffene Baby an Vernachlässigung. Das Baby sei “überlebensfähig” gewesen, berichtete das österreichische Nachrichtenmagazin “News” unter Berufung auf das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben Gutachten.

Das im Kellerverlies geborene Kind sei schwer krank gewesen und habe von Tag zu Tag schlechter geatmet, hieß es in dem Bericht weiter. Diese Symptome hätte ein Laie erkennen müssen. F. müsse gewusst haben, dass das Kind ohne medizinische Versorgung sterben würde. Das Gutachten basiert den Angaben zufolge auf Gesprächen mit Elisabeth F. Ihr Vater hatte zugegeben, die Leiche des Kindes verbrannt zu haben.

Elisabeth F. war von ihrem Vater 24 Jahre lang in einem Keller eingesperrt und regelmäßig vergewaltigt worden. Der Vater zeugte mit seiner Tochter sieben Kinder, von denen eins kurz nach der Geburt starb. Drei der überlebenden Kinder wurden von Josef F. und seiner Frau in ihrem Haus aufgezogen, die übrigen drei mussten mit ihrer Mutter in dem Keller leben. Erst die Einlieferung der schwer erkrankten ältesten Tochter Kerstin ins Krankenhaus am 19. April brachte die Tat ans Tageslicht.

Artikel vom 4. September 2008

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