Inzest von Amstetten: Sauerstoffmangel führte zu Kollaps von Kerstin Fritzl

Von Irina Heidkamp

Inzest von Amstetten: Sauerstoffmangel führte zu Kollaps von Kerstin FritzlWie schlecht war die Luft im Kellerverließ tatsächlich ?! Die Schrecken und Unerträglichkeiten, die Elisabeth Fritzl und ihre Inzest-Kinder all die Jahre im Keller des eigenen Vaters ertragen mussten, lassen sich nur schwer erahnen. Doch offenbar gehörte unter anderem eine äußerst schlechte Sauerstoffversorgung mitdazu. Wollte Fritzl seine Gefangenen langsam ersticken lassen ?

Wie nun bekannt wurde, ist der Kollaps des Inzest-Kindes Kerstin, 19, durch den das grausame Verbrechen aufgedeckt wurde, mitunter auf starken Sauerstoffmangel zurück zu führen. Für vier Personen war offenbar einfach zu wenig Luft im Keller.

Vor einigen Tagen wurde Kerstin nun aus dem Koma geholt und in ein Sanatorium überstellt. Es geht ihr überraschender Weise laut Mitteiltung der Mediziner recht gut. Seit Kerstin aus dem Koma erwachte und seit Sonntag im Sanatorium ist, wirke sie regelrecht vergnügt.

Inzest-Mutter Elisabeth darf ihre Tochter regelmäßig besuchen. Dann wird sie aber als Krankenschwester getarnt und trägt eine Perücke, damit sie niemand erkennt.

Unterdessen wird innerhalb der Klinik ein möglichst realistischer Alltag für die Familie vorbereitet. In Kürze soll sie eine separate Wohnung über 300 Quadratmeter beziehen. Alle Familienmitglieder sind beisammen. Elisabeth, 42, ihre sechs Kinder und die Ehefrau des Täters, Rosemarie Fritzl.

Erste Möbel für das neue Heim der Inzest-Familie wurden bereits geliefert. Sieben Betten, eine Sitzgruppe, ein Couchtisch, ein Fernseher, ein Kühlschrank, eine Mikrowelle, Gartenmöbel, Spielsachen, Wäscheständer und eine Waschmaschine.

Seit sieben Wochen wird die Familie in der Klinik bereits behandelt, ein Ende ist noch lange nicht in Sicht, doch die Beteiligten machen alle große Vortschritte.

Der fünfjährige Felix spielt jeden Tag 30 Minuten im Park in der Sonne. Da der Kleine im April erstmals die Sonne sah, trägt er dabei immer eine große schwarze Sonnenbrille. Auch Kellerkind Stefan (18) macht Fortschritte. Ein Insider: „Er ist noch spindeldürr und blass. Aber seine Motorik wird immer besser.“

Alle Kinder bekommen Privatunterricht und machen aus Sicherheitsgründen nur alleine Spaziergänge auf dem Gelände. Immer umringt von drei Bodyguards.

Artikel vom 11. Juni 2008

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