Irrer schleudert Axt von Autobahnbrücke

Von Christian Dieter Matuschek

Irrer schleudert Axt von Autobahnbrücke  Foto

Schon wieder ein Brückenteufel. Von einer Autobahnbrücke in der Nähe von Elmshorn hat ein Mann am Dienstag eine Axt auf die Autobahn geworfen. Er traf ein durchfahrendes Auto direkt auf die Windschutzscheibe.

Glücklicherweise saß nur der Fahrer im Wagen. Verletzt wurde er nicht, kam mit dem Schrecken davon, wie die Polizei in Bad Segeberg mitteilte.

Die Axt schlug auf der Beifahrerseite in die Windschutzscheibe ein. Schon kurz nach der Tat konnte ein Verdächtiger festgenommen werden. Die Autobahn 23 in Richtung Hamburg wurde gesperrt, um Spuren zu sichern.

Erst zu Ostern hatte ein Brückenteufel mit einem großen Holzklotz einen tödlichen Unfall verursacht. Eine 33-Mutter starb. Der Täter wurde bundesweit als „Holzklotz-Mörder“ bekannt.

Die Staatsanwaltschaft hat im Juli gegen den mutmaßlichen Täter Anklage wegen Mordes erhoben. Im Mai hatte der Drogenabhängige den Holzklotzwurf zunächst gestanden und als Motiv „allgemeinen Frust“ genannt. Nur wenige Wochen später widerrief der Mann sein Geständnis. Sein Anwalt fordert jetzt sogar Freispruch.

Artikel vom 8. Oktober 2008

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