Italienische Behörden hörten späteres Opfer von Duisburger Mafia-Mord ab

Von Michael Engel

Hier geschah das grausame VerbrechenSogar noch kurze Zeit vor dem schrecklichen Mafia-Mord an sechs Italienern in Duisburg haben italienische Behörden Abhöraktionen in der Bundesrepublik durchgeführt und dabei auch eines der späteren Todesopfer von Duisburg abgehört.

Innenminister Ingo Wolf (FDP) legte am Donnerstag dem Landtag in Düsseldorf einen entsprechenden Bericht vor, in dem es unter anderem heißt:

“…Polizei- oder Justizbehörden in NRW hatten vor oder während dieser Maßnahme davon keine Kenntnis…”

Kurze Zeit nach der Abhöraktion, nämlich in der Nacht zum 15. August waren vor dem italienischen Restaurant “Da Bruno” in der Nähe des Duisburger Hauptbahnhofs sechs Italiener erschossen worden.

Als Tatverdächtiger gilt der seitdem flüchtige Giovanni S. Als Motiv vermuten die Ermittler eine Fehde zwischen zwei verfeindeten Familien der kalabrischen Mafiaorganisation “Ndrangheta”.

Zudem wird noch nach einer zweiten namentlich unbekannten Person gesucht, die am Tatort gesehen wurde.

DCRS ONLINE meint: Wie kommen italienische Behörden überhaupt dazu, auf dem gebiet der Bundesrepublik Abhöraktionen durchzuführen ?

Artikel vom 8. November 2007

Hinterlasse eine Antwort