Kanadische Robbenjäger gekentert und ertrunken

Von Jette Petersen

Kanadische Robbenjäger gekentert und ertrunkenDrei Angler sind beim international umstrittenen Robbenjagen an der ostkanadischen Küste im eiskalten Wasser ums Leben gekommen. Wie der kanadische Fernsehsender CTV berichtet, suchten Taucher vor Neuschottland noch einen Vermissten. Seine Überlebenschancen sind gering.

Zwei Robbenjäger konnten gerettet werden. Das Schiff habe Ruderprobleme gehabt, als es aus noch ungeklärter Ursache umschlug. Der Havarist sei von einem Eisbrecher der kanadischen Küstenwache auf den Haken genommen worden.

Unter massiven Protesten zahlreicher Tierschützer hatte kurz zuvor in Kanada die Robbenjagd begonnen. 275000 Robben sollen geschlachtet werden.

In der Morgendämmerung waren die ersten Fangschiffe im Golf von St. Lorenz an der Ostküste des Landes gestartet. Das Fischereiministerium hatte vor zwei Wochen 275.000 Sattelrobben zur Jagd freigegeben.

Vor allem die Modeindustrie in Norwegen, Russland und China ist an Robbenfellen interessiert. Schätzungen zufolge gibt es in Kanada derzeit etwa 5,5 Millionen Robben.

Artikel vom 30. März 2008

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