Kellerkinder von Amstetten gesundheitlich schwer geschädigt

Von admin

Kellerkinder von Amstetten gesundheitlich schwer geschädigtDie Kellerkinder von Amstetten, Felix, 5 und Stefan, 18, sowie deren im künstlichen Koma liegende Schwester Kerstin, 19, haben durch die jahrelange Haft im Kellerraum schwere gesundheitliche Schäden davon getragen. Ihre Haut und deren Pigmentsystem sind massiv unterentwickelt, weil die Kinder niemals mit natürlichem Lich, das im Vergleich zu künstlichem Licht UV-Strahlen enthält, in Berührung gekommen sind.

Es besteht die massive Gefahr von Verbrennungen bishin zu schweren Erkrankungen wie Hautkrebs. Die Kellerkinder können daher ihre neugewonnene Freiheit gar nicht wirklich genießen, ein Spaziergang an der frischen Luft, die Sonnenstrahlen auf der Haut, das alles bleibt ihnen verwehrt.

Zunächst müssen sie eine UV-Therapie über sich ergehen lassen, um die Haut und ihre Augen für das natürliche Licht in der freien Natur vorzubereiten.

Jahrelang kannten die beiden Kinder nur zwei Zustände: Licht an oder Licht aus. Nur das Flackern ihrer Deckenbeleuchtung erhellte schwach ihr Keller-Verlies. Dort lebten sie auf engstem Raum mit ihrer Mutter Elisabeth (42) und Schwester Kerstin (19).

Dabei wünschen sich die Kinder nichts sehnlicher als endlich einmal in einem echten Garten herumtoben zu dürfen.

Derzeit müssen sie aber mit einer UV-Lampe bestrahlt werden und spezielle Schutzbrillen tragen. Maßnahmen, um ihre Haut auf die kräftigen sommerlichen Sonnenstrahlen vorzubereiten.

„Dadurch, dass die beiden niemals UV-Strahlen der Sonne abbekommen haben, sind sie extrem gefährdet“, erklärt der Kölner Dermatologe Dr. Hans-Georg Dauer. Denn: „Die Lebensweise im Keller hatte allerschlimmste Auswirkungen auf das Pigmentsystem der beiden. Es ist quasi zerstört.“

Wollen Felix und Stefan ins Freie, müssen sie auf einen bewölkten Tag warten. Und selbst dann brauchen sie Kleidung über den ganzen Körper, Sonnenschutzcreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor und Sonnenbrillen.

Unterdessen meldet sich erstmals das Inzest-Monster zu Wort. Er betrachtet sich als Lebensretter und Gutmensch. Er habe seine Tochter Kerstin vor dem sicheren Tod bewahrt, indem er sie ins Krankenhaus brachte. Er hätte schließlich auch alle töten können, dann wäre niemals etwas aufgekommen. Fritzl bestreitet ein Monster zu sein und empfindet die Berichterstattung der Medien als ungerecht.

Die Ermittlungen in dem schockierenden Fall schreiten unterdessen voran. Mittel einem Sonargerät wurden unter dem Altbau des Fritzl-Anwesens weitere Hohlräume geortet, vermutlich weitere Kellerräume, die nachträglich verschlossen wurden. Diese sollen nun geöffnet und untersucht werden. Die Ermittler befürchten dort auf weitere grausige Details des Treibens des Inzest-Monsters von Amstetten stoßen zu können.

Artikel vom 7. Mai 2008

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