Kinderporno -Skandal beim Kinderschutzbund

Von Andre Bergmann

Mehr als 100 kinderpornografische Fotos und Videos soll ein heute rund 80 Jahre alter, ehemaliger Vorsitzender des Kinderschutzbundes besessen haben. Er akzeptierte eine Geldstrafe, um ein öffentliches Verfahren zu vermeiden, doch verschiedene Zeitungen hatten in der Vergangenheit den skandalösen Fall aufgedeckt und an die Öffentlichkeit gezerrt.

“Das Verfahren ist rechtskräftig abgeschlossen”, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Ulm und bestätigte damit verschiedene Medienberichte. Der inzwischen fast 80-Jährige habe die Bilder nicht selbst gefertigt. Er habe den Strafbefehl akzeptiert, um eine öffentliche Verhandlung zu vermeiden. Über die Höhe des Strafgeldes sowie über die Anzahl der kinderpornografischen Fotos und Videos machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben. Die Zeitungen berichteten von mehr als 100 Fotos.

Der derzeitige Vorsitzende des Kinderschutzbundes, Dietrich Eberhardt, bezeichnete die Tat als “grauenhaft”. “Das war für uns ein Schock.” Allerdings habe der Ex-Vorsitzende während seiner Arbeit keinerlei Kontakt zu Kindern gehabt. “Da gibt es bei uns eine strenge Trennung. Die Akten von Kindern sind verschlossen”, sagte Eberhardt. Zudem habe der fast 80-Jährige bereits Anfang Januar seinen Ehrenvorsitz abgegeben - allerdings aus gesundheitlichen Gründen.

Der Mann war von 1976 bis 1996 Vorsitzender des Kinderschutzbundes Ulm/Neu-Ulm, danach Ehrenvorsitzender. Den Zeitungsberichten zufolge hatte er in seiner Vorstandszeit unter anderem die “Kontaktstelle gegen Gewalt an Kindern” eingerichtet. Außerdem entwickelte er das Instrument des “Betreuten/Begleiteten Umgangs” für Kinder bei streitigen Elterntrennungen. Dieses ist mittlerweile im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert.

DCRS meint: Was für eine Sauerei ! Und derartige Persönlichkeiten werden auch noch jahrelang von der Öffentlichkeit hofiert !

Artikel vom 5. Februar 2008

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