Klassifizierte Informationen des iranischen Atomprogramms offen gelegt?

Von Jan Konrad

Diese Bilder wie hier in Hiroshima könnten sich schnell und noch verheerender wiederholenDer ehemalige iranische Atomunterhändler wurde von der iranischen Regierung wegen der Übergabe von klassifizierten Informationen an Ausländer angeklagt.

Darunter sei laut dem israelischen Geheimdienstminister auch die britische Botschaft.

Hossein Mousavian, der höchste Atomunterhändler unter dem ehemaligen Präsidenten Mohammed Khatami wurde bereits im Mai wegen Weitergabe von Staatsgeheimnissen festgenommen.

Es ist jedoch noch unklar, wann das Verfahren gegen ihn beginnt. Laut dem Geheimdienstministerium ist er aber ein Krimineller, die Entscheidung liegt aber bei den Richtern.

Am Montag beschuldigte der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad die Kritiker seines Atomprogramms, Verräter zu sein und für Irans Feinde Spionage zu betreiben.

Seine Aussage löste landesweit eine Angst vor weiteren seriösen Aktionen wie etwa Festnahmen von Kritikern des Regimes aus.

Ahmadinejad hat zudem den Unterhändler Ali Larijani mit einem regierungsnäheren Unterhändler ersetzt. Dieser Schritt verärgerte sogar einige konservative Politiker.

Der Präsident steht schon seit längerem landesintern unter starker Kritik weil er es nicht schaffte, die schrumpfende Wirtschaft zu verbessern und zudem durch gegen den Westen gerichtete Rhetorik die Verhandlungen um das Atomprogramm beeinträchtigte.

So wird dem Präsidenten auch vorgeworfen, durch sein Verhalten mehr Feinde als Freunde für den Iran zu machen.

Die Ablehnung seitens des Irans, das Urananreicherungsprogramm einzustellen, führte zu diversen UN-Sanktionen.

Der Iran, der auf sein Recht besteht, Uran zur Energiegewinnung anzureichern, ist nicht bereit, auf sein Programm zu verzichten. Weitere UN-Sanktionen drohen.

DCRS meint: Die Gefahr von Atomwaffen und vor allem deren Einsatz sollte überhaut als sehr hoch eingestuft werden

Artikel vom 15. November 2007

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