Kloster Maria Laach steht zu Porno-Pater

Von Irina Heidkamp

Kloster Maria Laach steht zu Porno-PaterDie katholische Kirche hat es derzeit schwer. Nicht nur, dass der Islam in Deutschland weiter auf dem Vormasch ist, ein Sexskandal jagt den anderen. Erst am Donnerstag wurde ein katholischer Geistlicher wegen Kindesmissbrauch zu drei Jahren Haft verurteilt. Erst vor kurzem geriet ein Pater des Klosters Maria Laach in die Schlagzeilen, weil er dabei erwischt wurde, wie er Pornos klaute.

Jetzt stellt sich das Kloster demonstrativ hinter seinen sündigen Bruder.

Es wird neun Uhr in der Klosterkirche von Maria Laach. Glockengeläut. Das Konventamt in der fünften Fastenwoche beginnt. Knapp 50 Benediktiner-Mönche, Abt Benedikt und drei Novizen betreten aus ihrem Klaustrum die Kirche, nehmen im Gestühl Platz. Viele Gläubige sind zu Gast. Die Ordensbrüder stimmen gregorianische Gesänge an.

„Eripe me, Domine, de inimicis meis“ („Entreiße mich, Herr, den Feinden“) heißt es im Graduale.

Offensiv richtet sich der Bruder, der die Lesung hält schließlich an die Gemeinde und spricht das heikle Thema an. Frei nach dem Motto, Angriff ist die beste Verteidigung.

„Unter uns ist ein Mensch, der den finsteren Mächten nicht Herr wird. Wer vom Fleisch und nicht vom Geiste bestimmt wird, ist schwach.“

Gemeint ist der Porno-Pater. Er klaute in einem Video-Shop DVDs mit Schwulenpornos, die Staatsanwaltschaft ermittelt, es läuft ein Verfahren wegen Diebstahls (Az 841 Js 26039107). Eine furchtbar peinliche Angelegenheit. Im Kloster spürt man, wie sehr der Skandal die Mönche erschüttert hat.

Auch der Abt steht zu seinem Schützling „Es gab einen Vorgang moralischen Fehlverhaltens. Wir bedauern das zutiefst. Wir stehen zu dem Mitbruder und bitten mit ihm um Verzeihung. Er erhält therapeutische Hilfe.“ sagt er der Gemeinde.

Nach dem feierlichen Konventamt berät er sich mit Strafverteidiger Dr. Reinhard Birkenstock. Der sagt: „Natürlich schämt sich der Pater zutiefst und bittet um Vergebung. Er steht gegenüber seinen Brüdern und Oberen zu seiner Verfehlung, will den Schaden wieder gutmachen.“

Allerdings hoffe man, dass es auf Grund des umfassenden Geständnisses nicht zu einem Prozess kommen und der Pater mit einer Geldstrafe oder Verwarnung per Strafbefehl davon kommen wird.

Gelegenheit zur Buße hat der Pater, der seine Ehrenämter abgeben musste, in der Beichtkapelle. Und in den fünf Messen, zwischen Laudes um 5.30 Uhr und der Complet um 19.45 Uhr.

DCRS ONLINE meint: Was wird das Kloster dem Bruder wohl für eine Strafe auferlegen ?!

Artikel vom 14. März 2008

2 Antworten zu “Kloster Maria Laach steht zu Porno-Pater”

  1. Hans meint:

    Es mag viele gute Gründe für das Zölibat geben; aber die Kehrseite ist halt, daß sich bald nur noch Schwule und Päderasten als kath. Priester und Mönche hergeben werden.
    Aber worüber regt man sich auf? Es gilt doch heutzutage als chic, schwul zu sein; und der Regierende Bürgermeister von B. findet das gut so…!

  2. Olli D. meint:

    Zunächst begrüße ich die Mönche des Klosters Maria Laach, bei denen ich schon ein paar mal zu Gast sein durfte und wünsche Ihnen Kraft.

    In der Lesung hieß es:

    „Unter uns ist ein Mensch, der den finsteren Mächten nicht Herr wird. Wer vom Fleisch und nicht vom Geiste bestimmt wird, ist schwach.“

    SO SIND WIR DOCH ALLE MEHR ODER WENIGER SCHWACH !!!

    Genau betrachtet trifft dieser Inhalt auf fast alle Menschen der heutigen zivilisierten industrialisierten Welt zu.
    Die finsteren Mächte sind stark, die uns ablenken und uns verführen, das Fleisch dem Geiste vorzuziehen.

    MfG
    Olli D.

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