Krankenpfleger setzt eigenem Sohn (8) die Todesspritze

Von Kerstin Moebius

Krankenpfleger setzt eigenem Sohn die TodesspritzeDer 61-jähriger Krankenpfleger, Joachim M. aus Bonn sitzt nun auf der Anklagebank. Angeblich nur aus Liebe soll er seinem 8-jährigen Sohn und anschließend sich selbst die Todesspritze gesetzt haben.

Alles geschah am Brüser Berg kurz vor Weihnachten: Wieder einmal verbrachte der 8-jährige am 18. Dezember 2007 einen Tag bei seinem Vater, der seit dem Frühjahr von seiner Mutter getrennt lebte.

Sie redeten, hörten Musik, schauten TV. Bereits dabei druckte der Vater heimlich Abschiedsbriefe aus.

Joachim M.  hatte längst einen teuflischen Plan ausgeheckt:

Er wollte seinen Sohn umbringen, anschließend sich selbst das Leben nehmen.

Laut Staatsanwalt Uli Bremer aus Rache an der Ehefrau, die die Scheidung wollte und seit ein paar Tagen einen neuen Mann hatte.

Der Krankenpfleger hatte alles genauestens geplant: An seinem Arbeitsplatz in der Hautklinik stahl er während seiner letzten Nachtschicht frei zugängliche Medikamente und verpasste seinem Sohn unter einem Vorwand abends im Bett ein Schlafmittel.

Eine halbe Stunde später, als der Sohn schlief, setzte er die Todesspritze mit Insulin in den linken Oberschenkel des Jungen, damit diese an Unterzucker stirbt.

Im Anschluß daran setzte er sich selbst eine doppelte Dosis Insulin und schluckte einen Medikamentencocktail dazu.

Am nächsten Morgen fand die Mutter in Begleitung zweier Frauen Vater und Sohn leblos im Bett. Wie durch ein Wunder lebten beide noch.

Der 8-jährige Junge war bewusstlos, Krämpfe durchschüttelten ihn. Joachim M. khingegen onnte sprechen: „…Ich habe ihm Insulin und ein Narkotikum gegeben…“, gab er zu.

Ärzte retteten Vater und Sohn ohne Zurückbleiben von dauerhaften Schäden.

Dennoch: Die Anklage lautet versuchter Mord und Joachim M. muss nun mit einer langjährigen Haftstrafe rechnen.

Artikel vom 29. März 2008

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