Kunstfotos rufen Mordkommission auf den Plan

Von Bianca Wollert

Kunstfotos rufen Mordkommission auf den Plan    FotoRealschüler Max G. ist 18 Jahre alt und Hobbyfotograf. Vor allem auch mystische und gewaltimplizierende Motive haben es ihm angetan. Doch seine jüngste Foto-Session versetzte die Mordkommission in helle Aufregung.

Spaziergänger hatten an einem Waldrand eine riesige Blutlache und einen zerrissenen Rock gefunden, - Überreste eines Foto-Shootings von Max.

Der Realschüler hat wenig Verständnis für die Aufregung. Die Mordkommission suchte einen Tag lang per Helikopter und Spürhunden nach einer vermeintlichen Leiche, natürlich Ergebnislos.

Erst nach einem Tag kam die Entwarnung. Ein Gutachten offenbarte, dass es sich bei dem Blut, um Schweineblut handelte.

Die Ermittler fanden schließlich heraus, dass Max vor kurzem bei einem Metzger Schweineblut gekauft hatte und stellten den Jugendlichen zur Rede.

Dieser erzählt: Er kaufte das Schweineblut für Fotomotive, fuhr mit seiner Freundin in den Wald bei Opladen, die 18jährige schmierte sich mit dem Tierblut ein und posierte für den ambitionierten Hobby-Fotograf.

Max: „Es sollte so aussehen, als sei sie vergewaltigt worden.“

Als die Jugendlichen fertig waren, dachten sie aber nicht daran, die Spuren ihres Shootings aufzuräumen, das Mädchen wischte sich provisorisch mit einem alten Rock sauber und fuhr mit Max nach Hause.

Max wenig einsichtig: „Ans Aufräumen haben wir nicht gedacht… Eigentlich verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Als wir die Fotos am helllichten Tag gemacht haben, kamen uns zehn Leute entgegen, grüßten, schauten zu.“

Der Staat muss jetzt aber die unnötigen Einsatzkosten von rund 10000 Euro tragen. Der 18jährige kann dafür nicht zur Rechenschaft gezogen werden, weil er gegen kein Gesetz verstoßen hat.

Artikel vom 6. Oktober 2008

Eine Antwort zu “Kunstfotos rufen Mordkommission auf den Plan”

  1. sunna meint:

    Tut mir leid, ich finde das einfach nur krank !!! Ein Gewaltverbrechen zum Spaß zu inszenieren und dafür auch noch echtes Blut von Tieren zu nehmen ist ein Hohn an wirkliche Opfer und besonders auch die Tiere und gehört bestrafft..für diese sauerei im wahrsten sinne des wortes hätten die Verursacher selbst aufkommen können, Frechheit, daß eine solche Dummheit der Staat bezahlen muss.

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