Laut Hilfsorganisationen über 3000 Tote nach Zyklon in Bangladesh

Von Kerstin Moebius

Der Killerzyklon riß Tausende von Menschen in den TodAm Sonntag gab die Regierung Bangladeshs eine neue Schätzung über die Opferzahl des Killerzyklons Sidr (DCRS ONLINE berichtete) bekannt: Laut der Regierung rechnet man mit bis zu 2000 Toten, die Zahl dürfe laut der Regierung noch steigen.

Mit dem Rückgang der Fluten erwarten die Hilfskräfte, dass sie noch mehr Todesopfer bergen können. Viele Dörfer sind noch immer von der Aussenwelt abgeschlossen und können nur aus der Luft versorgt werden.

Das Strom – und Kommunikationsnetz ist in den Katastrophengebieten fast komplett zusammengebrochen, die Strassen sind mit Geröll versperrt und müssen zuerst von diesem gesäubert werden, ehe man in die abgeschnittenen Dörfer vordringen kann und diese mit dringend benötigten Hilfsgütern versorgen kann.

Zusätzlich zu den rund 2000 Todesopfern wurden ungefähr 15000 Menschen verletzt. Tausende Menschen mussten fliehen und haben nun kein zu Hause mehr, da in den Küstenregionen, die der Sturm am härtesten traf, bis zu 70% der Häuser zerstört wurden. Viele Menschen werden zudem noch vermisst.

Der Zyklon Sidr erreichte das bangladeschische Festland am Donnerstag mit Windstärken von bis zu 210 Stundenkilometern. Der Sturm schwächte sich danach kontinuierlich ab.

Laut den Angaben der Regierung wird befürchtet, dass das Ausmass der Katastrophe noch viel schlimmer ist als bisher angenommen, da noch viele Regionen ganz von der Aussenwelt abgeschnitten sind.

Die Armee, Luftwaffe und Marine von Bangladesh wurde mobilisiert, um den Betroffenen zu helfen. Auch Strom ist noch immer in vielen Provinzen nicht vorhanden, daran wird aber laut Regierungsangaben derzeit gearbeitet.

Die hohen Windgeschwindigkeiten des Sturms haben den Grossteil des Reises, der eigentlich im Dezember geerntet werden sollte, zerstört. Dies führte zu einem immensen Verlust an Nahrungsmitteln.

Über 280000 Familien sind ohne Bleibe, da ihre Häuser zerstört wurden. Die jüngsten Schätzungen von diversen Hilfsorganisationen gehen von über 1000 Vermissten und rund 15000 Verletzten aus. Die Todesopfer werden auf insgesamt bis zu 3000 geschätzt, obwohl eine klare Vorstellung noch immer unmöglich ist.

Der amerikanische Präsident George Bush machte am Samstag insgesamt 2.1 Millionen US Dollar finanzielle Hilfe als Spende mobil, und gab in einer Mitteilung bekannt, dass diverse Schiffe der amerikanischen Marine bereits auf dem Weg in die Krisenregion seien, um dort der Bevölkerung mit dem Wiederaufbau zu helfen.

„Die Vereinigten Staaten von Amerika setzen sich ein, um den Menschen von Bangladesh und deren Regierung zu helfen, mit den grossen Schwierigkeiten des Wiederaufbaus und der Erholung umzugehen“, so Bush am Samstag.

Zusätzlich sollen 35 Tonnen Hilfsgüter wie Decken, Hygienekits, Kanister und andere Nicht-Nahrungsmittel zur Versorgung nach Bangladesh geflogen werden.

DCRS ONLINE meint: Eine enorme und unberechenbare Naturgewalt. Der Mensch hat dagegen keine Chance !

Artikel vom 19. November 2007

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