Lea- Sophie – Abbild der deutschen Realität, Armut, emotionale Kälte, Perspektivenlosigkeit

Von Christian Dieter Matuschek

Die Deutsche Betroffenheit im Nachhinein und das Wegsehen  dann, wenn es nötig ist macht einen wütend !Deutschland diskutiert über die kleine Lea-Sophie. Sie wurde nur fünf Jahre alt, musste jämmerlich verhungern, während die Hunde der Familie wohl genährt wurden. Warum? Diese Frage beschäftigt nun Behörden, die Großeltern, die Politik, das ganze Land fragt sich warum, wirklich wissen will es aber eigentlich niemand so genau, denn dann müsste jeder erst einmal bei sich selbst anfangen zu suchen.

Im Fall der verhungerten fünfjährigen Lea-Sophie in Schwerin haben die Großeltern schwere Vorwürfe gegen das Schweriner Jugendamt erhoben. In der „Bild am Sonntag“ sagte der Großvater Norbert G., das Jugendamt habe ihm im Sommer dieses Jahres keine Auskunft darüber gegeben, in welcher Kindertagesstätte sich das Kind aufhalte.

Die Eltern des Mädchen hätten erzählt, dass Lea-Sophie in den Kindergarten gehe, sagte der Großvater. Allerdings hätten sie nicht damit herausgerückt, in welcher Kita das Kind betreut werde. Als er das Jugendamt um Hilfe bat, habe ihn ein Sachbearbeiter lediglich die Gegenfrage gestellt, ob das Wohl der Kleinen gefährdet sei. In diesem Fall würde die Polizei benachrichtigt. „Ich wollte aber keine Gewalt“, zitiert das Blatt den Großvater. Er habe deutlich machen wollen, dass die Eltern bei der Erziehung Hilfe bräuchten.

Auch die Mutter des Lebensgefährten von Lea-Sophie, die im Schweriner Umweltdezernat tätig sei, soll vergebens auf kurzem Dienstweg versucht haben, Näheres über das Mädchen in Erfahrung zu bringen. Die Großeltern gaben an, im Sommer dieses Jahres auf den Spielplätzen der Kindergärten in Schwerin nach dem Mädchen gesucht zu haben. Letztlich hätten sie jedoch den Aussagen ihrer Tochter geglaubt und nicht weiter nach dem Kind geforscht.

Unterdessen hat dem Bericht zufolge die Jugendamtschefin Heike Seifert Spekulationen zurückgewiesen, dass ihre Mitarbeiter überarbeitet gewesen seien. Sie hätten genügend Zeit gehabt, den Fall zu bearbeiten, sagte sie der „Bild am Sonntag“.

Am Samstag hatten mehr als 150 Menschen mit einem Gottesdienst in der Schweriner Versöhnungskirche der kleinen Lea-Sophie gedacht. Zu den Teilnehmern gehörten auch Mecklenburg-Vorpommerns Sozialminister Erwin Sellering (SPD) und der Schweriner Oberbürgermeister Norbert Clausen (CDU). Die Andacht fand im Stadtteil Lankow statt, in dem das Mädchen gelebt hatte.

Pastor Ralf Schlenker sagte in seiner Predigt, es sei wichtig, genau hinzuschauen, wie es den eigenen und den fremden Kindern gehe. Er habe in den vergangenen Tagen viel Betroffenheit in diesem Stadtteil erlebt.

Sozialminister Sellering fordert am Samstag am Rande einer SPD-Konferenz in Waren von der Stadt Schwerin einen vernünftigen Untersuchungsbericht als Grundlage für die weitere Aufklärung. Wenn das Jugendamt zweimal Kontakt mit der Familie gehabt habe und anschließend das Kind tot sei, dann könne man nicht sagen, alles richtig gemacht zu haben. So ein Fall müsse auch Konsequenzen nach sich ziehen, forderte er.

.. ein Tropfen auf dem heißen Stein! Die tatsächliche Problematik einer Mutter, die offenbar viel zu jung und ohne selbst ausreichend erzogen, geformt und gebildet zu sein, Kinder bekommen hat, die Problematik eines Mannes, der offenbar seine Aggression und Depression über seine Hilflosigkeit als Arbeitsloser in Ermangelung an Selbstwertgefühl und Bestätigung, in der Repression an seiner Frau und der kleinen Tochter ausließ, bleiben weiter ungelöst. Eine junge, deutsche Familie ohne jegliche Perspektive, ohne Aussicht auf ein normales, selbstbestimmtes Leben, angewiesen, auf das Diktat von Behörden, hilflos den Sozialbehörden und deren monatlicher Überweisung ausgeliefert. Das ist kein Leben, das muss ins Elend führen ! Wenn die Hoffnung stirbt, bleibt nur Leere und Gleichgültigkeit, die die kleine Lea-Sophie offenbar grausam spüren musste.

Lea-Sophie war in der Nacht zum Mittwoch in einer Klinik in Schwerin gestorben. Sie war laut Obduktion nach monatelangen Qualen verhungert und verdurstet. Sie wog bei ihrem Tod nur noch 7,4 Kilogramm. Normal sind für Kinder dieses Alters 15 bis 20 Kilogramm. Das Schweriner Amtsgericht hatte am Donnerstag Haftbefehle gegen den 26 Jahre alten Vater und die 23 Jahre alte Mutter wegen gemeinschaftlichen Totschlags erlassen. Das Jugendamt wies bislang Vorwürfe über mögliche Versäumnisse zurück.

DCRS ONLINE meint: Wir sind keine Gemeinschaft, kein Volk mehr, sondern lediglich vegetierende Einzelkämpfer. Der Satz „Gemeinsam sind wir stark“ gilt nichts mehr. Peinlich berührt, werden Personen, die Werte, Familie und Zusammenhalt fordern, zu Buh- Männern stigmatisiert – was für eine bodenlose Dummheit !

Artikel vom 25. November 2007

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