Leberkrebs (Leberzellkarzinom)

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Beschreibung:
Leberkrebs ist eine bösartige Erkrankung, bei der in der Leber Gewebeneubildungen entstehen, die unkontrolliert wachsen und sich immer weiter ausbreiten. Die Neubildung kann von den Leberzellen selbst(hepatozelluläres Karzinom), den Gallengängen (cholangiozelluläres Karzinom) oder den Blutgefäßen in der Leber (Angiosarkom) ausgehen. Die häufigste Leberkrebsart ist das hepatozelluläre Karzinom.

Viel häufiger findet man in der Leber aber bösartige Tochtergeschwülste (Metastasen), die sich von einer Krebserkrankung in einem anderen Organ abgesiedelt haben. Der eigentliche Krebs kann im Magen-Darm-Trakt, in der Lunge, Brust, Gebärmutter oder der Prostata sitzen.

Leberkrebs kommt in Deutschland selten vor, so dass jährlich etwa 6.000 Menschen neu an dieser Krebsart erkranken. Männer erkranken dreimal häufiger als Frauen. Weltweit ist das Leberzellkarzinom (hepatozelluläres Karzinom) mit 500.000 – 1000.000 Neuerkrankungen pro Jahr der 5. häufigste bösartige Tumor. Allerdings nimmt in Deutschland, den USA. und in anderen Ländern Europas die Leberzellkrebs-Häufigkeit zu, so dass sich in den letzten 20 Jahren die Zahl der Neuerkrankungen sowohl bei Männern als auch bei Frauen verdoppelt hat, wofür auf die hohe Rate von Hepatitis-C Neuinfektionen in den 60er, 70er und 80er Jahren verantwortlich gemacht wird.

Ursachen / Risikofaktoren:
Folgende (Vor-)Erkrankungen können zu einem Leberzellkrebs (hepatozelluläres Karzinom) führen:

* Eine Leberzirrhose (Schrumpfleber) ist für 80 Prozent der Leberkrebsfälle verantwortlich. Jedes Jahr erkranken 5 von 100 Patienten mit einer Leberschrumpfung.

* Hauptursachen für die Entstehung von Leberzirrhose und damit von Leberzellkrebs sind chronischer Alkoholmissbrauch und chronische Virusinfektionen (Hepatitis B und Hepatitis C).

* Aflatoxine - die Gifte von bestimmten Schimmelpilzen;

* Angeborene Krankheiten des Eisenstoffwechsels (Hämochromatose)

Für das cholangiozelluläre Karzinom sind bislang keine Risikofaktoren bekannt. Vinylchlorid und Arsen sind Risikofaktoren für das Angiosarkom der Leber

Symptome:
Während sich im Frühstadium des Leberkrebs uncharakteristische Symptome wie Gewichtsabnahme, unklares Fieber oder Nachtschweiß zeigen, kommen erst im späteren Stadium Beschwerden zum Vorschein, welche vor allem die Folgen des Leberkrebs sichtbar machen. Dazu gehören unter anderem:

* Gelbsucht - Gelbfärbung des weißen Anteils der Augäpfel, später auch der Haut, oft mit Juckreiz verbunden; ist

* Schmerzen im rechten Oberbauch;

* Wasseransammlung in den Beinen und im Bauch (Bauchwassersucht, Aszites); letztere entsteht durch Störungen des Eiweißhaushalts und macht sich durch das Anschwellen des Bauchs bemerkbar.

Wenn Sie eines oder mehrere der genannten Symptome bei sich beobachten, suchen Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt auf.

Diagnose:
Zuerst fragt der Arzt nach der Krankengeschichte des Patienten (Anamnese). Besonders wichtig sind die Fragen nach einer bestehenden Leberzirrhose und der Möglichkeit einer Hepatitis-Infektion (z.B. Beruf im medizinischen Umfeld, Auslandsreisen oder Erkrankung des Sexualpartner).

Im Rahmen einer körperlichen Untersuchung ertastet der Arzt die Größe der Leber sowie die Beschaffenheit der Oberfläche. Er klopft den Bauch ab und prüft, ob sich im Bauchraum Wasser befindet.

Eine Ultraschall-Untersuchung (Sonographie) macht sichtbar, ob die Leber krebsverdächtige Knoten enthält. Um eine eindeutige Diagnose zu stellen wird der Arzt in der Regel eine Gewebeprobe aus dem Tumor gewinnen (Biopsie). Steht die Diagnose Leberkrebs, werden mit einer Computertomographie und einer Kernspintomographie (MRT) mögliche Metastasen in anderen Organen aufgespürt.

Leberzellkarzinome produzieren häufig den Tumormarker Alpha 1-Fetoprotein (AFP), der im Blut nachgewiesen werden kann. Außerdem werden die Blutwerte bestimmt, die mit einer Hepatitis-Infektion in Zusammenhang stehen.

Therapie:
Operation:
Das oberste Ziel bei der Behandlung von Leberkrebs ist die vollständige Entfernung des Krebsgewebes. Ist der bösartige Knoten nur klein, wird der Arzt eine Bauchoperation vorschlagen. Hierbei entfernt man den gesamten Abschnitt der Leber, in dem der Knoten entdeckt wurde. Dieser Eingriff ist allerdings nur bei 10 bis 30 Prozent der Patienten möglich.

Bei nur wenigen Patienten kommt eine Lebertransplantation in Frage. Operationen an der Leber oder eine Lebertransplantation sind nur dann sinnvoll, wenn sich der Krebs nicht schon in andere Körperorgane ausgebreitet hat.

Schrumpfen und veröden:
Wenn keine vollständige Entfernung des Leberkrebses durch eine Operation möglich ist, versucht man, den Tumorknoten durch direkte (örtliche) Behandlung zur Schrumpfung zu bringen. Hierfür wird konzentrierter Alkohol oder Essigsäure durch die Bauchdecke in die Leber gespritzt.

Man kann aber auch ein gefäßverödendes Medikament in den Ast der Leberarterie injizieren, die auch den Tumor mit Blut versorgt. Bei diesem Eingriff wird die große Arterie in der Leiste punktiert, eine biegsame Kanüle bis zu der betreffenden Leberarterie vorgeschoben und dann das Medikament verabreicht. Die Fachnamen für diese beiden Behandlungsverfahren heißen perkutane Ethanolinjektion und transarterielle Chemoembolisation.

Hitze und Kälte:
Bei der radiofrequenz- oder laserinduzierten Thermotherapie wird eine Sonde in den Tumor eingeführt und das Gewebe durch Radiofrequenzwellen bzw. Laserlicht erhitzt. Dadurch können Teile des Tumors zerstört werden. Auch Kältesonden (Kryotherapie) bringen vergleichbare Ergebnisse. Das Gewebe wird hier durch flüssigen Stickstoff vereist. Diese lokalen Therapieverfahren wirken bei Leberzellkarzinomen bis zu einer Größe von 3 bis 5 cm und sind gut verträglich.

Ein neues Verfahren ist das Einspritzen von radioaktiven Kügelchen in die Lebergefäße. Dazu wird das in Mikrosphären verkapselte radioaktive 90-Yttrium, ein ß-Strahler, über einen Katheter direkt in die Leberschlagader eingespritzt. So wird das Tumorgewebe gewissermaßen von innen bestrahlt und das umliegende, gesunde Gewebe geschont.

Medikamente:
Ein Nutzen von systemischer (den ganzen Körper betreffender) Chemotherapie ist in der Behandlung von Leberkrebs nicht belegt.

Ein neuer Behandlungsansatz sind Medikamente, die das Wachstum des Krebses hemmen und die Blutversorgung des Tumors drosseln sollen. In einer weltweiten Studie haben Patienten mit fortgeschrittenem Leberzellkrebs unter dem Medikament Sorafenib deutlich länger überlebt. Sorafenib ist in Deutschland für die Therapie des fortgeschrittenen Nierenkrebses zugelassen. Seit Ende Oktober 2007 ist es in der Europäischen Union zur Behandlung von Leberkrebs zugelassen.

Prognose:
Wie bei fast allen Krebsarten gilt auch beim Leberkrebs: Je früher der Leberkrebs erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. In 5 bis 30 Prozent der Fälle ist eine Operation möglich. Danach überlebt jeder zweite Patienten mehr als fünf Jahre.

Da Leberkrebs zu Beginn nur wenig Beschwerden verursacht, wird er meist erst entdeckt, wenn die Krebszellen bereits andere Organe besiedelt haben und dort Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet haben. Eine Heilung ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Die meisten Patienten, bei denen die Diagnose so spät gestellt wurde, leben danach nur noch sechs Monate.

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel lediglich zu Informationszwecken gedacht ist und keine Gesundheitsberatung darstellt. Bei Erkrankungen oder Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an einen Facharzt.

Eine Antwort zu “Leberkrebs (Leberzellkarzinom)”

  1. marton elita sagt:

    Ich will kein Kommentar schreiben,ich bin überzeugt das das Medikament gut ist.
    Ich wohne in Aschaffenburg und ich habe ein Bruder in Rumänien sehr Krank,Leberzirrose.da mein Bruder Renter ist 65 Jahre alt ist und sehr Arm ,braucht unbedingt diese Medikament .In Rumänien kostet diese Medikament 5000 Euro,die Krankenkasse zahlt bei uns nicht .Bitte wer hilft mein Bruder mit diese Medikament ,hier bei uns in Deutschland bekomme ich nicht das Medikament.Ich bitte um Hilfe.
    Bitte helfen -sie mein Bruder.Danke.

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