Leichen – Tatort beruht auf wahren Tatsachen

Von Irina Heidkamp

Leichen Tatort beruht auf wahren TatsachenAm Sonntag lockte der Tatort-Krimi wieder Millionen Zuschauer vor die Flimmerkiste, ganze 7,15 Millionen waren es. Sie alle sahen die aufregende Geschichte um Kommissar Moritz Eisner, gespielt von Harald Krassnitzer, der der ungeklärten Herkunft von Leichen in einem Unfallwagen nachging.

Es stellte sich schließlich heraus, dass mit den Leichen Crash-Tests durchgeführt worden waren.

Wie nun bekannt wurde, ist die Geschichte des Tatorts vom vergangenen Sonntag wahr ! Das hat es tatsächlich gegeben. Unfalltests mit echten Leichen gab es wirklich.

An der Universität Heidelberg führte Professofr Rainer Mattern in den Jahren 1972 bis 1994 Crashtests mit Leichen durch. Etwa 30 Testläufe pro Jahr. Als das Testverfahren allerdings an die Öffentlichkeit geriet, traten vor allem die Kirchen eine heftige Debatte los und erreichten schließlich, dass die Auto- und Zuliefererindustrie die Testprojekte mit echten Leichen nicht mehr mitfinanzieren wollten.

Wie Mattern sich jüngst gegenüber der „tz“ äußerte: „Die Industrie erklärte, die vorhandenen Dummys seien gut genug.“ Er selbst habe daran aber Zweifel.

In Österreich werden noch heute Bewegungsstudien mit echten Leichen durchgeführt. Die Ergebnisse werden zur Herstellung der Dummys verwendet, die dann schließlich für Crashtests verwendet werden.

„Wir führen Bewegungsstudien mit Toten durch“, bestätigt Prof. Hermann Steffen von der Universität in Graz. In ein Auto würde man allerdings keine echten Leichen setzten. Das sei sinnlos, so der Professor.

DCRS meint: Was für makabere Techniken !

Artikel vom 6. Mai 2008

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