Lohnschere in Deutschland klafft immer weiter auseinander

Von Stefan Marx

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Was viele Bürger intuitiv empfinden, hat eine Studie der Universität Duisburg-Essen jetzt belegt. Gutverdiener erhalten immer mehr, Geringverdiener immer weniger Lohn.

Während das Realeinkommen von Geringverdienern zwischen den Jahren 1995 und 2006 real um 14 Prozent schrumpfte, konten Gutverdiener ein Lohnplus von 3,5 Prozent verzeichnen.

Mit den Geringverdienern sei ein Viertel der Arbeitnehmer betroffen, sagte der Soziologe Gerhard Bosch der Zeitung. Dagegen habe das oberste Viertel der Beschäftigten ein reales Lohnplus von 3,5 Prozent verbucht.

Zu den Verlierern gehören der Studie zufolge nicht nur Minijobber und Teilzeitkräfte, sondern auch Geringverdiener mit Vollzeitstellen. Dagegen seien die Realeinkommen von Besserverdienenden, die eine volle Stelle haben, mit über zehn Prozent deutlich gestiegen.

Die Forscher gehen davon aus, dass sich der Trend zu einer immer weiter auseinanderklaffenden Schere bei den Löhnen seit 2006 nicht umgekehrt hat. Ein wichtiger Grund für die wachsende Lohnspreizung sei die Privatisierung staatlicher Dienstleistungen wie Post, Telekommunikation und Nahverkehr, heißt es in der Studie, die am Mittwoch von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht werden soll.

Artikel vom 26. August 2008

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