Maddie: Polizei gibt Akten frei – Fall bleibt rätselhaft

Von Andre Bergmann

Maddie: Polizei gibt Akten frei – Fall bleibt rätselhaft FotoDer Vermisstenfall der kleinen Britin Madeleine McCann bleibt weiterhin mysteriös. Nachdem die portugiesische Polizei die Akten des Falles schloss und diese jüngst zur Einsicht frei gab, tauchen weiter seltsame Details auf.

So sei das britische Mädchen möglicherweise kurz nach seinem Verschwinden in Amsterdam gesichtet worden. Ein entsprechendes Beweisfoto gelangte aber während der Ermittlungen nie an die Öffentlichkeit.

Entsprechenden Angaben einer Zeugin gehen jetzt die von Madeleines Eltern Kate und Gerry McCann beauftragten Privatdetektive nach. Das bestätigte der Sprecher der Familie, Clarence Mitchell.

Unmittelbar erhob die Familie McCann erneut schwere Vorwürfe gegen die portugiesischen Behörden. Warum man ihnen diese wichtige Information vorenthalten habe. Erst jetzt, nach der Freigabe der Polizeiakten, erfuhren die Eltern von diesem Hinweis.

Nach Angaben des Sprechers fiel einer Verkäuferin in einem Party-Geschäft in Amsterdam wenige Tage nach dem Verschwinden Madeleines im Mai 2007 ein kleines blondes Mädchen auf, das sich “Maddy” nannte. Nach den Angaben der 41-jährigen Anna Stam kam das Mädchen zusammen mit einer englisch sprechenden Frau, einem vermutlich portugiesisch sprechenden Mann sowie zwei weiteren Kindern in das Geschäft.

Das Mädchen habe sie in akzentfreiem Englisch gefragt: “Weißt du, wo meine Mama ist?”, gab die Verkäuferin zu Protokoll. Sie habe der Kleinen gesagt, dass die Mutter weiter hinten im Laden nach etwas suche. Daraufhin das Kind: “Das ist nicht meine Mama. Das ist eine Fremde. Die haben mich von meiner Mama weggenommen. Die haben mich aus den Ferien weggeholt.”

Erst später habe die Niederländerin vom Verschwinden Madeleines am 3. Mai 2007 aus der Ferienwohnung ihrer Eltern erfahren und der Polizei am 18. Juni von dieser Begegnung berichtet. Es sei “tragisch”, sagte der McCann-Sprecher, dass die Eltern dies erst jetzt erfahren haben und den Hinweisen aus Amsterdam nicht schon damals nachgehen konnten.

Artikel vom 6. August 2008

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