Madeleine - Familie McCann erhält Schadensersatz
Viel ist nicht mehr von dem spektakulären Vermissten-Fall der kleinen Madeleine McCann zu hören. Taucher suchen einen Stausee in Portugal nach sterblichen Überresten des Mädchens ab, bislang aber ohne großen Erfolg. Ein Kindersocken und ein Sack mit kleinen Knochen wurde gefunden.
Doch ob die Gegenstände zu Madeleine gehören ist bislang nicht bekannt.
Unterdessen war den Eltern der 4jährigen Britin aber angeblich das Geld für weitere Kampagnen und das Engagement spanischer Privatdetektive ausgegangen.
Jetzt naht Abhilfe. Die britische Presse hat sich bei den Eltern des Mädchens für die verzerrte Berichterstattung entschuldigt und will Schadensersatz zahlen.
So druckten die Boulevardzeitungen „Daily Express“ und „Daily Star“ auf ihren Titelseiten Entschuldigungen und betonten, mehrere Artikel über Gerry und Kate McCann hätten einen falschen Eindruck vermittelt. Es sei suggeriert worden, die Eltern seien am Verschwinden ihrer Tochter schuld.
Die Unschuld der Eltern ist bislang aber immer noch nicht bewiesen. Auch der Status als Verdächtige wurde offenbar von den portugiesischen Behörden noch nicht aufgehoben.
Schadenersatz in “beträchtlicher Höhe” werde auch für Veröffentlichungen in den beiden Sonntagsblättern “Express on Sunday” und “Star on Sunday” gezahlt.
Alle vier Blätter erscheinen im Verlagshaus Express Newspapers. Es geht um mehr als 100 Artikel in den vier Zeitungen. Die britische Nachrichtenagentur PA berichtete, dass sich der Schadenersatz voraussichtlich auf 550.000 Pfund, rund 704.000 Euro belaufen soll.
Das Geld soll an den “Find Madeleine”-Fond gehen, aus dem die Suche nach dem vier Jahre alten britischen Mädchen finanziert wird. Anwälte der McCanns hatten die Berichte als grobe Verleumdung bezeichnet und auf Entschädigung bestanden.
Eine derartige Entschuldigungs-Kampagne hat es in der Geschichte des „Daily Express“ noch nicht gegeben.
“Wir räumen ein, dass es keinerlei Beweise für die Theorie gibt und dass Kate und Gerry vollkommen unschuldig am Verschwinden ihrer Tochter sind.” so schreibt der „Daily Express“. Ähnlich äußerte sich der “Daily Star”.
Die Artikel waren erschienen, nachdem das Ärzteehepaar aus Mittelengland im vergangenen September selbst als verdächtig in dem Fall bezeichnet wurde. Die portugiesische Polizei vermutet weiterhin, dass die Eltern ihr Kind aus Versehen getötet haben und anschließend den Fall vertuschen wollten. Die McCanns beteuerten jedoch stets ihre Unschuld. Madeleine war am 3. Mai 2007 aus einem Ferienressort in Südportugal verschwunden.
DCRS ONLINE meint: Warum gehen derart große Zeitungen vor einem verdächtigen Pärchen in die Knie ?!





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