Madeleine McCann: Warf Robert Murat das Mädchen einfach ins Meer

Von Irina Heidkamp

Robert MuratDie Ermittlungsweise der portugiesischen Behörden erscheint immer konfuser. Nachdem sich in den vergangenen Tagen die Verdachtsmomente gegen die Eltern, explizit gegen die Mutter der verschwundenen Madeleine McCann verdichteten, ermitteln die Behörden nun erneut gegen den Briten Robert Murat.

Der 33jährige wohnt in einem Haus rund 100 Meter von dem ehemaligen Ferienappartement der McCanns entfernt, aus dem Madeleine verschwand.

Zweimal hatte die Polizei sein Haus nach Spuren durchsucht. Er hatte zunächst angegeben während der Tatzeit geschlafen zu haben. Diese Aussage stellte sich im Nachhinein allerdings als falsch heraus. Zeugen wollen den Briten zur Tatzeit in der Nähe der Ferienanlage gesehen haben. Die Zeugen sind Freunde des Ehepaares McCann.

Die Polizei verdächtigt ihn offensichtlich die Leiche der kleinen Maddie mit Steinen beschwert von seiner Jacht aus ins Meer geworfen zu haben. Bereits im Mai hatte die Polizei auch im Hafen von Marina de Lagos nach Madeleine gesucht.

„Deshalb existiert ihr Körper nicht mehr“, zitiert die Zeitung „Diario de Noticias“ einen Ermittler. Vor Portugals Küste ist der Atlantik mehr als 1000 Meter tief. Die Staatsanwaltschaft wird den Briten offenbar erneut verhören und hat bereits bestätigt: „Es gibt neue Ermittlungen, um zu klären, um welche Art von Verbrechen es sich handelt.“

Kate McCann hofft nun, dass diese neuerlichen Entwicklungen sie selbst und ihren Mann entlasten werden. Auch Gerry McCann hofft, dass die Anschuldigungen gegen sie nun ein Ende nehmen werden. „Wir wurden in eine Ecke gedrängt, das ist unerträglich:“

Dabei waren immer wieder neue Indizien für eine mögliche Verwicklung der Eltern in das Verschwinden des kleinen Mädchens aufgetaucht.

Ein französischer Journalist behauptete zuletzt, dass er Beweise eingesehen habe, die eindeutig belegen würden, dass das Kind an einer Überdosis Schlaftabletten gestorben sei. Die Eltern wurden verdächtigt ihr Kind, unter Umständen versehentlich, getötet zu haben.

Am Freitag berichtete der Daily Mirror, dass in einem weiteren Appartement in der Nähe der Ferienanlage Blutspuren der kleinen Maddie gefunden worden seien, und Polizeihunde die Spur des Mädchens dort gewittert hätten. Die Spuren werden derzeit in einem britischen Labor ausgewertet.

„Die Tatsache, dass die Hunde Madeleines Geruch in der Wohnung aufgenommen haben, ist sehr wichtig“, zitierte der „Daily Mirror“ Luis Sequeira von der portugiesischen Polizei.

Unterdessen haben die Eltern Vorkehrungen für ihre beiden weiteren Kinder, einem Zwillingspärchen getroffen, falls sie erneut nach Portugal reisen müssten oder verhaftet würden. In einem derartigen Fall wird sich eine Tante um die Kinder kümmern, berichtet die „Times“.

DCRS meint: Offenbar hat die portugiesische Polizei bislang nichts wirklich handfestes vorzuweisen.

Artikel vom 15. September 2007

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