Marc Pircher - Der Shooting-Star schlechthin

Die Schlager-Kolumne von Christine Kroening

Marc Pircher - Der Shooting-Star schlechthin FotoGerade 2007 war für Marc Pircher, dem die „ Steirische Harmonika“ quasi in die Wiege gelegt worden ist, ein großartiges Erfolgsjahr. Beim „Wenn die Musi spielt“ Open Air wurde ihm seine erste Platinauszeichnung für den Song„ Du bist eine Sünde wert“ überreicht. Dazu gesellte sich bereits zum zweiten Mal die Auszeichnung „Goldene Tulpe“, ausgegeben in den Benelux Staaten, für den besten Solo Künstler.

Mittlerweile absolviert Marc Pircher rund 200 Live- und über 40 TV- Auftritte im Jahr und ist dabei trotzdem äußerst bodenständig und natürlich geblieben. Wie er das meistert, welche Pläne er beruflich und privat hegt, und was die Fans 2008 erwartet, erzählte er mir während seiner Tour in Lippstadt Hithaus.

Christine Kroening: Das Jahr 2007 war bislang das erfolgreichste in Ihrer Karriere, zumindest was die Auszeichnungen anbelangt, sind Sie glücklich?

Marc Pircher: Ja, aber Erfolg ist nicht alles! Ich und meine Familie sind gesund, und das ist die Basis zum Erfolg.

Christine Kroening: Sie gehören auch mit zu den österreichischen Interpreten, die in Deutschland sehr bekannt und erfolgreich sind, das können nicht alle Ihrer Kollegen von sich behaupten. Wie erklären Sie sich das?

Marc Pircher: Wahrscheinlich ist es deshalb so, weil ich schon seit Jahren immer in Deutschland, Holland, Belgien usw. auftrete. Auch schon damals als völlig unbekannter Künstler. Und wenn man viele Auftritte macht, steigt der Bekanntheitsgrad natürlich dem entsprechend an…

Christine Kroening: Beruflich läuft es wie erwähnt bestens, aber Ihr Privatleben hat darunter leiden müssen, gibt es Veränderungen diesbezüglich?

Marc Pircher: Es stimmt, dass ich nicht mehr mit der Mutter meines Sohnes zusammen bin, aber wir haben uns Gott sei Dank gut arrangieren können – zum Wohle des Kindes. Wenn man viel unterwegs ist, leidet eine Beziehung natürlich sehr darunter – und wir sind im letzten Jahr einfach zum Entschluss gekommen, dass wir nicht unser Leben gemeinsam verbringen werden.

Christine Kroening: Bei 200 Live Auftritten und diversen TV Sendungen, die Sie zum Teil ja auch selbst moderieren, bleibt da noch Zeit zum Abschalten?

Marc Pircher: Die Zeit zum Abschalten muss man sich selbst nehmen – wenn man das versäumt, geht es nicht lange gut…

Christine Kroening: Die „ Steirische Harmonika“ ist das Markenzeichen, mit dem man Sie verbindet, was gehört noch zu Ihrem Repertoire?

Marc Pircher: Die Harmonika wird natürlich immer ein Bestandteil meines Programms bleiben – in erster Linie ist es aber meine Art aufzutreten und meine Stimme…

Christine Kroening: Sie leben nach wie vor in Ried im Zillertal, hatten Sie nie das Bedürfnis Großstadtluft zu schnuppern, und somit einen Umzug geplant?

Marc Pircher: Nein, das Zillertal ist mein Paradies – das weiß ich erst seitdem ich so viel unterwegs bin. Ich schlafe ja oft genug in Großstädten…

Christine Kroening: Ist es vielleicht genau diese Heimatverbundenheit, die Sie so bodenständig erscheinen lässt?

Marc Pircher: Ich glaube schon! Ich weiß es sehr zu schätzen, hier daheim sein zu dürfen.

Christine Kroening: Wenn man in Ihrem Terminkalender nach schaut entdeckt man sehr viele Unternehmungen mit ihren Fans zusammen, warum ist Ihnen das so wichtig?

Marc Pircher: Weil die Fans das Fundament bilden. Ohne Fans kein Erfolg…

Christine Kroening: Sie moderieren mit Francine Jordi zusammen wieder „Weihnachten auf Gut Aiderbichl“, was verbindet Sie persönlich mit dieser Sendung, haben Sie selber Bezug zu Tieren?

Marc Pircher: Ja, wir haben einen Bauernhof in unserer Familie, und als Kind war ich ein begeisterter Melker…

Christine Kroening: Dann darf natürlich auch nicht die Frage fehlen, warum haben
Sie sich Francine Jordi als Partnerin gewählt, wäre da vielleicht mal ein Duett in Planung?

Marc Pircher: Sie ahnen das Richtige – ich habe gerade ein Duett für uns zwei geschrieben. Es erscheint in Kürze auf ihrer und meiner neuen CD – Francine Jordi ist eine bezaubernde Kollegin.

Christine Kroening: Apropos Pläne, was dürfen die Fans 2008 von Ihnen erwarten?

Marc Pircher: Es gibt zwei große Feste im Zillertal: im Juni ein großes Zeltfest und im September erstmals ein kleines, feines Herbstfest.

Christine Kroening: Was sind Ihre größten persönlichen Wünsche für die Zukunft?

Marc Pircher: Gesund zu bleiben, glücklich zu sein und die Werte des Lebens schätzen zu wissen.

Ich bedanke mich herzlich bei der Marc Pircher für das Interview und wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg.

Artikel vom 29. August 2008

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